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Korschenbroich: Kommentar: An Sportjugend nicht sparen

Korschenbroich : Kommentar: An Sportjugend nicht sparen

Die Stadt Korschenbroich ist Nothaushaltskommune. Das wird vorerst auch so bleiben. Das aktuelle Defizit liegt bei zehn Millionen Euro. Keine wirklich gute Ausgangsposition für eine Stadt, mit dem Slogan "Hier lässt's sich leben" wirbt.

Dabei lässt sich das Defizit leicht mit Pflichtaufgaben erklären. Gerade mal 4,5 Prozent des Haushaltsvolumens entfallen auf freiwillige Leistungen. Dass sich die Politik trotz des Sparzwangs für eine Rathaus-Zentralisierung ausgesprochen hat, ist richtig. Es macht mehr Sinn, in ein zentrales Rathaus auf mehre Jahre verteilt 3,5 Millionen Euro zu stecken, statt hohe Summen in sanierungsbedürftige Verwaltungsgebäude zu stopfen. Positiv: Es gibt Kaufinteressenten für die Hindenburgstraße 58 (Bauamt/Stadtpflege). Mehr Augenmaß hätte allerdings die Sportjugend verdient. Sie bekommt den Rotstift erneut zu spüren: Es ist nicht nachvollziehbar, dass an der Kinder- und Jugendarbeit mit 20 Prozent gespart wird, die Parteien bei sich selbst aber nur mit zehn Prozent die Sparschraube anziehen. Ruth Wiedner

(NGZ)