Fechten : Koch erkämpft Bronze

Auftakt nach Maß für die Dormagener Säbelfechter bei der Nachwuchs-WM in Moskau: Domenik Koch erkämpft sich bei den Kadetten den dritten Platz

So etwas nennt man perfektes Timing: Während Domenik Koch vor vier Wochen bei den Kadetten-Europameisterschaften im koratischen Porec nicht über Platz zwanzig hinauskam, trumpfte der Säbelfechter des TSV Bayer Dormagen am Samstag bei den Weltmeisterschaften der gleichen Altersgruppe in Moskau groß auf.

Wenn sie auch nicht lachen, so waren Domenik Koch und seine Trainer Dan Costache (r.) und Olaf Kawald doch glücklich über den gewinn von WM-Bronze. Foto: TSV

Mit dem überraschenden Gewinn der Bronzemedaille bescherte der 16-Jährige der deutschen Mannschaft einen Auftakt nach Maß bei den bis Ostern dauernden Titelkämpfen der Kadetten und Junioren. "Das war ein Superstart in die WM. Wir hoffen natürlich, dass es dem gesamten Team für die weiteren Entscheidungen Zug verleiht", meinte Dieter Lammer, Delegationsleiter des Deutschen Fechterbundes in Moskau, "Herrensäbel hat sich hier heute hervorragend präsentiert."

Das sah Olaf Kawald naturgemäß nicht anders: "Bronze ist für Domenik ein tolles Ergebnis und auch für den Deutschen Fechterbund ein klares Zeichen, dass wir auch bei den Kadetten oben mitfechten", meinte der Junioren-Bundestrainer, zugleich Fechtkoordinator beim TSV Bayer Dormagen.

Domenik Koch gab in der Vorrunde nur zwei Gefechte ab und marschierte anschließend souverän durch die K.O.-Runde. Im Viertelfinale setzte sich der Dormagener klar mit 15:5 gegen den US-Amerikaner Eli Dershwitz durch. Erst der Koreaner Jung Jaesung stoppte dann mit einem 15:11 im Halbfinale den Siegeszug des Schützlings von TSV-Trainer Dan Costache, der selbst in Moskau vor Ort weilte. Jung Jaesung sicherte sich anschließend durch einen 15:8-Sieg über den US-Amerikaner Andrew Mackiewicz den Weltmeistertitel. Mackiewicz hatte im Viertelfinale den Koblenzer Rouven Redwanz mit 15:12 ausgeschaltet, der damit Sechster wurde. Der zweite Dormagener im Aufgebot, Eduard Gert, belegte Platz 25. "Das war eine insgesamt starke Team-Leistung", kommentierte Kawald das Abschneiden des Trios, "nach dem 20. Platz in Porec hat Domenik sein Potenzial besser abgerufen und ist dafür belohnt worden."

Judith Kusian auf Rang 14

Bei den Kadettinnen verpasste Judith Kusian den Sprung ins Finale. Eine Woche, nachdem sie überraschend Dritte bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven geworden war, scheiterte die 16 Jahre alte Dormagenerin in der Runde der besten 16 mit 6:15 an Francesca Russo (USA) und belegte damit Platz 14. Zuvor hatte sich Kusian, die bei den Juniorinnen noch einmal startet, gegen Karolina Cieslar (Polen, 15:7) und Ho Sze Yeung (Hongkong, 15:8) durchgetzt

(NGZ)