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Knallhartes Wochenende für den HTC SW Neuss in der 2. Hockey-Liga.

Feldhockey : Knallhartes Wochenende für HTC

Der Hockey-Zweitligist aus Neuss muss beim Gladbacher HTC mit den überragenden Cassiem-Brüdern ran und tritt tags darauf beim DSD Düsseldorf auf Augenhöhe an.  

Unter der Woche gab es beim Hockey-Zweitligisten HTC Schwarz-Weiß Neuss Grundsätzliches zu klären. Trainer Matthias Gräber: „Jetzt, wo wir in Sachen Abstieg aus dem Gröbsten raus sind, mussten wir überlegen: Was wollen wir eigentlich?“ Eine Frage, so der Coach weiter, auf die die Mannschaft eine eindeutige Antwort gegeben habe: „Die Jungs wollen dasselbe wie ich: Platz drei!“

Den belegt nach seinem 3:2-Sieg am vergangenen Sonntag in Neuss der Großflottbeker THGC. Weil die Hamburger aber nur einen Punkt mehr auf ihrem Konto haben, ist für den HTC noch alles drin. Allerdings steht Schwarz-Weiß vor einem knüppelharten Wochenende: Am Samstag (12.30 Uhr, GHTC-Anlage An den Holter Sportstätten) geht es zum Tabellenzweiten Gladbacher HTC und am Sonntag (12 Uhr) wartet an der Altenbergstraße in Grafenberg im DSD Düsseldorf ein Kontrahent, der den Neussern als Fünfter mit einem Rückstand von drei Punkten im Nacken sitzt. Das Prädikat Topspiele vergibt Gräber indes nicht. „Es gibt in dieser Saison im Crefelder HTC nur eine Topmannschaft – und die könnte am Wochenende mit Siegen in Düsseldorf und Gladbach durch sein.“

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Großen Spaß haben die Schwarz-Weißen am Auftritt in Mönchengladbach mit seinen Topstars aus Südafrika: Die Brüder Abdud-Dayaan Cassiem, im Vorjahr Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Tokio und mit 24 Treffern der herausragende Torschütze der 2. Liga Nord, und Mustapha Cassiem könnten jederzeit bei einem Spitzenklub in den Niederlanden und Deutschland unterkommen. Auch der in der Winterpause für Melrick Maddocks verpflichtete Nic White und Tevin Kok, der mit den „Springboks“ in Tokio Platz zehn belegt hatte, stehen für internationale Klasse.

Obwohl die Schützlinge von Trainer Jan Klatt zuletzt mit Siegen über Rissen (5:2),  Flottbek (5:0), BW Köln (5:2), SW Köln (5:1) und Klipper Hamburg (5:4) durch die Liga gepflügt sind, sieht Gräber eine realistische Chance für sein Team. So habe der DHC Hannover bei seinem 3:2-Erfolg zum Rückrundenauftakt gezeigt, „dass du die mit ein bisschen Glück und einem guten Torwart schlagen kannst.“ Auch Neuss war im Hinspiel nah dran, lag beim 3:3-Unentschieden schnell mit 2:0 vorne. Das Erfolgsrezept Gräbers klingt einfach, ist in der Praxis indes nur ganz schwer umzusetzen: „Du musst den Cassiem-Brüdern die Freude am Spiel nehmen – am besten sorgst du dafür, dass die den Ball erst gar nicht bekommen.“

Ein ganz anderer Schnack ist am Sonntag das Duell mit dem zu Beginn des Jahres in die Erste Hallen-Bundesliga zurückgekehrten Deutschen Sportklub Düsseldorf. „Das ist genau unsere Kragenweite“, sagt Gräber, der sich an viele enge Spiele erinnert. Fast schon logisch, dass das Hinspiel an der Jahnstraße 1:1 ausgegangen war. Gut wäre darum, wenn Samir Khelil nach verletzungsbedingter Auszeit (Muskelfaserriss) sein Rückrunden-Comeback geben könnte. Gräber: „Er trainiert zwar wieder voll mit, läuft aber total unrund. Vielleicht kann ich ihn ja für ein paar Minuten reinwerfen.“ Auch hinter dem Einsatz von Finn LangHeinrich steht noch ein kleines Fragezeichen, „dabei hat er Bock auf dieses Battle mit den Cassiem-Brüdern, will sich unbedingt mit ihnen messen.“ Für Paul Toll (gebrochener Mittelfinger) ist die Saison dagegen ebenso schon beendet wie für Ben Dammer und Thomas Zilkens.