Jüchen : Kloster wird Kultur-Treffpunkt

Mit zwei Veranstaltungen will das Nikolauskloster Anziehungspunkt für Besucher werden: Das Programm zum Pfingstfest wird erweitert und Ende September ist erstmals ein "Kinderkulturland" geplant.

Das Nikolauskloster will kultureller Treffpunkt werden. Dies kündigte Pater Andreas Petith an: "Wir wollen wieder mehr Besucher zu unserem Pfingstfest begrüßen können." Zudem soll rund um den Weltkindertag erstmals ein "Kinderkulturland" auf dem Klostergelände errichtet werden. "Da der Rhein-Kreis Neuss im Herbst mit seinem Familienfest pausiert, wollen wir ein alternatives, kostenfreies Angebot schaffen", so Pater Andreas. Partner für beide Aktionen ist Wolfgang Riehn, Veranstaltungsmanager aus Glehn. Er hat zu Pfingsten Songwriterin Nina Klopschinski, den 30-köpfigen "The Gospel Family of Christ"-Chor und seine Frau, Clownfrau Antoschka, verpflichtet.

Das Pfingstfest im Nikolauskloster, das sich über drei Tage erstreckte, gehörte zu den Anziehungspunkten im Rhein-Kreis Neuss — solange die Patres ein Festzelt aufstellten. "In den vergangenen Jahren hatten wir darauf verzichtet. Gleichwohl war die Atmosphäre sehr schön", so Andreas Petith.

Erstmals Open-Air-Konzert

"Rund 1000 Besucher" beim Konzertabend am Samstag, 11. Juni, wären "eine gute Zahl" für Wolfgang Riehn. Er stellt sich den Abend als Rundum-Erlebnis vor: "Nach der heiligen Messe um 18 Uhr beginnt um 19.45 Uhr das große ,Pfingst-Open-Air'. Vor der beeindruckenden Naturkulisse im Kloster kann man seinen Picknickkorb auspacken, es sich auf der Decke oder auf Bänken gemütlich machen und Musik genießen." Bis zu einer Stunde soll es Rockmusik geben, danach mindestens 90 Minuten Gospel — für zehn Euro (Abendkasse zwölf Euro).

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Wolfgang Riehn setzt bewusst auf den musikalischen Kontrast: deutsche Rocksongs von der Pescher Sängerin Nina Klopschinski, begleitet von ihrer Band und mitreißende Gospels wie "He's got the whole world in his hand" oder "Go tell it on the mountain", die die rund 35 Mitglieder des Chores "The Gospel family of Christ" präsentieren. Das einzige Risiko bei diesem Konzept laut Riehn: "das Wetter." "Aber dafür bietet das Kloster auch eine besondere Atmosphäre." Neu konzipiert sei der Pfingstmontag als Familientag ohne Eintritt: Nach Messe und Frühschoppen ist für 14 Uhr ein Offenes Singen terminiert, danach folgen drei je halbstündige Darbietungen mit Antoschka.

Für das "Kinderkulturland" im September feilt Riehn noch an dem Konzept. "Im Rhein-Kreis findet dieser Tag bis auf Neuss kaum Beachtung. Das wollen wir ändern", so der Eventmanager. Neben vielfältigen kulturellen Akzenten soll es auch kindgerechte Informationen etwa über Politik geben — Politiker will Wolfgang Riehn dazu noch ansprechen. Auch "internationale Prominenz" würden er und Pater Andreas gern im Nikolauskloster begrüßen können — die Gespräche laufen.

(NGZ)