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Georgs-Pfadfinder aus Hochneukirch holten Friedenslicht ab: Kleines Licht, große Hoffnung

Georgs-Pfadfinder aus Hochneukirch holten Friedenslicht ab : Kleines Licht, große Hoffnung

Das Kerzenlicht hat eine weite Reise hinter sich, als es die katholische Pfarrkirche St. Pantaleon erreicht. Entzündet in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem wurde es im Flugzeug nach Wien gebracht. Dort nahmen Pfadfinder das "Friedenslicht aus Bethlehem" am dritten Adventssonntag in Empfang und brachten es in ihre Heimatländer. In 30 deutschen Städten fanden anschließend Aussendungsgottesdienste statt, in denen Pfadfinder das Licht "abholten" und in ihre Gemeinden brachten. Zum ersten Mal holten die Georgs-Pfadfinder aus Hochneukirch das Friedenslicht ab. NGZ-Foto: M. Reuter

Das Kerzenlicht hat eine weite Reise hinter sich, als es die katholische Pfarrkirche St. Pantaleon erreicht. Entzündet in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem wurde es im Flugzeug nach Wien gebracht. Dort nahmen Pfadfinder das "Friedenslicht aus Bethlehem" am dritten Adventssonntag in Empfang und brachten es in ihre Heimatländer. In 30 deutschen Städten fanden anschließend Aussendungsgottesdienste statt, in denen Pfadfinder das Licht "abholten" und in ihre Gemeinden brachten. Zum ersten Mal holten die Georgs-Pfadfinder aus Hochneukirch das Friedenslicht ab. NGZ-Foto: M. Reuter

Die Hochneukircher St. Georgs-Pfadfinder waren in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Doch nach den beeindruckenden Erfahrungen in der Aachener Dreifaltigkeitskirche soll das Abholen der Flamme nun zu einer Tradition werden. "Zur Sicherheit haben wir mehrere Kerzen mitgenommen", erzählt Wölflingsleiter Thorsten Gornik mit einem Blick auf stürmische Windböen. Und so gelang es den neun Pfadfindern und den fünf Betreuern auch problemlos, das Friedenslicht sicher nach Hochneukirch zu bringen.

  • Emmerich : Pfadfinder bringen das Friedenslicht
  • Xanten : Pfadfinder bringen das Friedenslicht
  • Jüchen : Das Friedenslicht ausgesendet

Die Friedenslicht-Aktion, die 1986 in Österreich ins Leben gerufen wurde, steht in diesem Jahr unter dem Motto "Armut hier und anderswo - gemeinsam auf dem Weg zum Frieden". Die Aktion soll nicht die Welt verbessern, sondern im Kleinen beginnen. "Das Friedenslicht soll die Leute dazu bringen, dass jeder für sich überlegt, was er selbst für den Frieden tun kann", erklärt Gornik. "Das kann auch bedeuten, dass ich zu jemandem gehe, mit dem ich mich gestritten habe und ihm das Licht bringe."

Bis zum 24. Dezember soll das Friedenslicht zudem in der Kirche leuchten als Symbol für Frieden und Versöhnung. "Die Dreifaltigkeitskirche in Aachen war rappelvoll, an den Seiten haben die Leute sogar gestanden", erinnert sich der Wölflingsleiter an den Aussendungsgottesdienst. "Die Laterne mit dem Licht, das eine Gruppe Pfadfinder in Wien geholt und per Zug nach Aachen gebracht hatte, stand auf dem Altar. Mit einer Lichter-Stafette wurde die Flamme schließlich durch die Reihen gebracht."

Vor allem für die jungen Pfadfinder sei es eine beeindruckende Erfahrung gewesen: "Da wurden wir mehrfach ungläubig gefragt, ob dieses Licht denn wirklich aus Bethlehem komme", erzählt Thorsten Gornik von seinen erstaunten Begleitern. "Das Kerzenlicht wurde in Bethlehem angezündet und bis nach Deutschland gebracht", erklärt Wölfling Philipp. Der Zehnjährige ist sichtlich beeindruckt und weiß auch etwas über die Bedeutung zu erzählen: "Wir bewahren es bis Weihnachten auf, denn es soll die Menschen an Frieden erinnern."

Auch Daniel (zehn Jahre alt) hat die Fahrt nach Aachen Spaß gemacht: "Es war sehr interessant. Und wir haben es geschafft, das Licht hierhin zu bringen, ohne dass der Wind es ausgepustet hat." "Ich denke, gerade für unsere Kleinen ist es eine tolle Sache, wenn etwas so plastisch dargestellt wird", meint Gornik. "Wir hoffen jetzt nur, dass die Resonanz in der Bevölkerung auch so gut ist."

Im Anschluss an eine Andacht in der Pfarrkirche nahmen die Hochneukircher dann - den stürmischen Witterungsverhältnissen zum Trotz - ihr" eigenes Friedenslicht mit nach Hause. Dann, so die Hoffnung von Thorsten Gornik, "kann es an Freunde, Nachbarn und Bekannte weiter gegeben werden." lina

(NGZ)