Kleinenbroicher starten erfolglose Aufholjagd

Fußball: Kleinenbroicher Aufholjagd bleibt unbelohnt

Der Bezirksliga-Neuling unterliegt dem VfL Repelen nach 0:3-Rückstand mit 2:3. Richter vergibt per Elfmeter den Ausgleich.

Norbert Müller benötigte einen Moment, um das gerade Gesehene zu verarbeiten. „Schade“, begann der Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers Teutonia Kleinenbroich seine Analyse zur 2:3-Niederlage (0:1) gegen den Landesliga-Absteiger VfL Repelen. Im Wesentlichen lässt sich die Kleinenbroicher Auftaktniederlage auf zwei Aspekte herunterbrechen: 75 Minuten lang hochverdient verloren, 15 Minuten gekämpft und den Spielverlauf auf den Kopf gestellt.

„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, sagte Müller, bevor er die zahlreichen Chancen seiner Schützlinge aufzählte, um aus einer verloren geglaubten Partie doch noch einen Punktgewinn zu machen. Schließlich gab es trotz des aussichtslosen 0:3-Rückstands nach 69 Minuten für die Gastgeber noch mehr als genug Möglichkeiten. Der Startschuss für eine wilde Schlussphase fiel in Minute 75, als Philipp Richter wie aus dem Nichts eine Ecke zum 1:3-Anschluss über die Linie stocherte. Repelen, das die Führung bislang souverän verwaltete, geriet plötzlich ins Schwimmen. Keine fünf Minuten später segelte die nächste Ecke in den Strafraum der Moerser, diesmal schraubte sich Sebastian Thomaßen hoch und köpfte ein. „Toll, wie wir uns zurückgekämpft haben“, fand Trainer Müller, der ausgemacht haben wollte, dass „wir am Ende schon mehr Luft hatten als der Gegner“. So behauptete Richter im Strafraum den Ball und wurde vom ungestümen Tolga Vardar umgerempelt (84.). Schiedsrichter Bekir Durmus entschied auf Elfmeter, Proteste des VfL blieben aus. Geburtstagskind Richter nahm sich den Ball – und schoss hoch rechts am Tor vorbei. „Normalerweise ist Philipp ein sicherer Schütze. Dass er ausgerechnet an seinem Geburtstag verschießt, ist natürlich bitter“, fand Müller. Die letzte Chance sollte es aber noch nicht gewesen sein. David Friedrichs brachte eine Freistoßflanke aus einem Meter nicht im Tor unter, auch der eingewechselte Leon Zoller vergab tief in der Nachspielzeit aus dem Gewühl noch eine Großchance.

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„Wenn ich sehe, wie wir in der Schlussphase Fußball gespielt haben, ist mir überhaupt nicht bange vor der Saison“, fand der Trainer, der im urlaubenden Patrick vorn Hüls auf seinen besten Offensivmann verzichten musste. Er musste aber auch eingestehen: „Wie wir uns vorher bei den Gegentoren anstellen, war natürlich nicht clever.“ So ließ seine Hintermannschaft Yassin Ait Dada beim 0:1 nach einem einfachen langen Ball einfach ziehen (27.), Abwehrhüne Mehmet Akdas durfte zu Beginn der zweiten Hälfte nach einer Ecke völlig ungedeckt einköpfen (50.). Dem 0:3 von Arjeton Krasniqi (70.) ging hingegen eine klare Abseitsstellung voraus. „Wir wissen jetzt, woran wir sind und haben ja schon am Mittwoch die nächste Chance“, sagte Müller. Dann ist Kleinenbroich ab 19.30 Uhr bei TuRa Brüggen zu Gast.