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Korschenbroich: Kleinenbroicher drehte mit Helen Mirren

Korschenbroich : Kleinenbroicher drehte mit Helen Mirren

Er tritt in Filmen ebenso gerne auf wie in Theaterstücken: Florian Lenz liebt das Schauspielern. Bald ist der Kleinenbroicher in Köln zu sehen.

Als Florian Lenz damals eine Bewerbung Richtung Berlin schickte, war er sich nicht darüber bewusst, an welch renommierte Adresse diese ging. Der Kleinenbroicher hatte sich nach dem Abitur in den Kopf gesetzt, Schauspielkunst studieren zu wollen, und bewarb sich auf gut Glück bei der Ernst Busch Hochschule.

Dass an diesem Ort schon Berühmtheiten wie Karoline Herfurth, Simone Thomalla und Leander Haußmann gelernt hatten, wurde ihm erst klar, als er beim Vorsprechen in Berlin mit seinen Mitstreitern sprach. Trotzdem konnte er mit seinem Talent überzeugen, absolvierte dort ein Studium und begann seine Karriere. Heute ist der 28-Jährige nicht nur auf der ein oder anderen Theaterbühne Deutschlands, sondern auch in Filmen zu sehen.

Eines war für Florian Lenz immer klar: "Ich wollte schon immer auf der Bühne stehen." Den Weg dorthin fand er schon früh, allerdings zunächst als Tänzer. "Mit elf Jahren habe ich einen Hip-Hop-Kurs besucht", sagt Florian Lenz.

Dort habe er mit dem Tanzen angefangen und schon bald Auftritte mit verschiedenen Tanzgruppen gehabt. "Der Wunsch, Schauspieler zu werden, kam erst später", sagt Lenz. Ihn habe damals besonders die Arbeit mit unterschiedlich interessanten Texten und der Körperunterricht interessiert. Seit seiner Abschlussfahrt mit dem Leistungskurs nach Berlin sei für ihn klar gewesen, dass er dafür in die Hauptstadt ziehen wolle.

Nach seinem Abschluss im Jahr 2009 ist er dort allerdings immer seltener. Sein Weg führte ihn unter anderem schnell zu Theatern in Göttingen, Leipzig, Köln, Hamburg und Potsdam. "Die Reiserei finde ich aber eigentlich ganz gut", sagt der Schauspieler. Außerdem war er schon in den Kinofilmen "Ein russischer Sommer", der Helen Mirren eine Oscar-Nominierung einbrachte, und "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe", in dem er einen Tänzer spielte, zu sehen.

Vor der Kamera oder auf der Bühne zu stehen, sei für ihn aber schon immer gleich spannend gewesen. "Ich arbeite liebend gerne in verschiedenen Bereichen", sagt Florian Lenz. Für ihn haben diese Bereiche alle mit Darstellung zu tun und verfolgen gleiche Ziele.

Gerne wecke er bei seinem Publikum Emotionen. "Es ist etwas besonders Schönes, wenn man die Leute für ein, zwei Stunden verzaubern kann und in eine andere Welt führt", sagt er. So erinnere er sich auch gerne daran, wie er einmal mit dem Stück "Eichmann", das sich intensiv mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandersetzt, seine Zuschauer in Köln zum Schweigen bringen konnte. "Später hat mir dann erst jeder gesagt, wie toll es war." Für ihn seien solche Momente ebenso Lob wie frenetischer Applaus.

In Köln wird er diesen Sommer wieder zu sehen sein, wenn er im "Deutzer Zentralwerk der schönen Künste" Teil zwei der Trilogie "Schönheit der Vergänglichkeit" aufführt. "Dann werde ich auch ganz bestimmt mal wieder meine Familie in Kleinenbroich besuchen", sagt Florian Lenz. Schließlich würde diese ihn viel zu selten zu Gesicht bekommen.

(NGZ/EW)