1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Kleinenbroich vor Spiel beim 1. FC Viersen kleinlaut

Fußball-Landesliga : Kleinenbroicher geben sich kleinlaut

In den vergangenen Jahren konnten Kleinenbroichs Fußballer den 1. FC Viersen ab und an ärgern. Vor dem nächsten Landesligaduell haben sie aber Probleme. Holzheim empfängt Reusrath.

Weil der SC Kapellen bereits am Freitagabend bei der Reserve des VfB Hilden antrat (bei Drucklegung dieser Ausgabe noch nicht beendet), stehen aus heimischer Sicht in der Fußball-Landesliga am Sonntag nur noch zwei Partien auf dem Programm. Besonders ist sicher das Gastspiel von Teutonia Kleinenbroich am Hohen Busch, denn mit dem 1. FC Viersen hat sich in den vergangenen Jahren eine größere Rivalität entwickelt.

1. FC Viersen (1.) – Teutonia Kleinenbroich (14.). Aus vielen Jahren in der früheren Oberliga Nordrhein und zwei Auftritten im DFB-Pokal hat der 1. FC Viersen immer noch einen wohlklingenden Namen in der Amateurfußballszene am Niederrhein. Ganz zu schweigen von zahlreichen prominenten Zeitgenossen, die im Stadion am Hohen Busch auf der Trainerbank saßen oder aufliefen. Ein Verein, der sich über Jahrzehnte auf einem anderen Niveau bewegte als die Teutonia aus Kleinenbroich. Erst als der große 1. FC Viersen für jahrelange Fehlplanungen 2018 mit dem Abstieg in die Bezirksliga bestraft wurde und Kleinenbroich aus der A-Liga aufstieg, kreuzten sich die Wege im Ligabetrieb. Dort erwuchsen die Teutonen in der zweiten gemeinsamen Saison unter Trainer Norbert Müller zu einem ernsthaften Konkurrenten im Aufstiegskampf, gewannen das Hinspiel am Hohen Busch nach heißem Kampf sogar 1:0. Nachdem dann letztlich beide in die Landesliga aufgestiegen waren, kam es Anfang vergangener Saison, die dann letztlich wegen Corona annulliert wurde, wieder zum Duell in Viersen und Kleinenbroich brachte immerhin ein 0:0 mit. Ein Ergebnis, das Norbert Müller für den neuerlichen Ausflug an den Hohen Busch am Sonntag sofort unterschreiben würde. „Wir konnten Viersen zuletzt ein bisschen ärgern, zwischen den beiden Vereinen herrscht eine gesunde Rivalität. Aber daran ist derzeit nicht zu denken“, sagt Trainer Norbert Müller mit Blick auf seine weiterhin kritische Personalsituation. Entscheidende Ausfälle in der Abwehr haben in bislang drei verlorenen Spielen zu zwölf Gegentoren geführt. Viersen thront dagegen mit vier Siegen an der Tabellenspitze. „Viersen ist als Mannschaft besser geworden, wir haben große Probleme. Das ist eine schlechte Kombination“, sagt Müller, betont aber: „Dennoch werden wir alles versuchen, um zu punkten.“

  • Norbert Müller, Trainer vom SC Teutonia
    1.FC Viersen klarer Favorit : Kleinenbroich reist mit Personalsorgen zum Tabellenführer
  • Jonas Arbeiter von Teutonia Kleinenbroich.⇥Archivfoto: FuPa
    Teutonias Jonas Arbeiter : Aus dem fußballerischen Ruhestand in Kleinenbroichs Startelf
  • Justin Müller (mit Brille) stand vergangenen
    Fußball-Oberliga : Teutonia befördert Justin Müller zum Co-Trainer

Holzheimer SG (4.) – SG Unterrath (10.). Bei der HSG ging es in der Trainingswoche zunächst darum, die durchwachsene Anfangsphase des Auswärtsspiels bei SW Düsseldorf (2:2) aufzuarbeiten. „Wir haben offensiv die Räume nicht gut besetzt und waren defensiv zu weit weg von den Gegenspielern. Da haben wir korrigierend eingegriffen“, sagt HSG-Coach Hamid Derakhshan. Er ist zuversichtlich, dass seine Mannschaft im nächsten Heimspiel am Sonntag von Beginn an bei der Sache ist. Das ist auch nötig, denn er hält große Stücke auf die Gäste, die er schon einmal beobachten konnte. „Eine spielerisch sehr starke Mannschaft, wenn man ihnen die Räume gibt. Das kann unangenehm werden , wenn wir nicht wach sind und die Zweikämpfe nicht richtig führen“, sagt Derakhshan. Mal sehen, wie seine Spieler das umsetzen.