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Kleinenbroich: Teutonia-Coach Norbert Müller geht in Quarantäne

Fußball : Teutonia-Coach geht in Quarantäne

Norbert Müller verspürte am Donnerstag typische Covid-19-Symptome und fehlte darum am Freitagabend beim Kreispokalspiel der Kleinenbroicher Fußballer in Schelsen. Kapellen und Holzheim gewinnen ihre letzten Testspiele.

Eigentlich hätten die Landesliga-Fußballer des SC Teutonia Kleinenbroich am Sonntag ihr letztes Vorbereitungsspiel beim Mittelrheinligisten BC Viktoria Glesch-Paffendorf austragen sollen. Doch die Klubs verzichteten auf die Partie. Aus Sicherheitsgründen, denn bei Gästetrainer Norbert Müller besteht der Verdacht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben.

Nach ersten Symptomen hatte sich Müller bereits am Donnerstag in Quarantäne begeben, fehlte darum auch beim 3:0-Sieg seiner Schützlinge am Freitagabend im Kreispokalspiel beim SV Schelsen. In dieser Partie saß sein Co-Trainer Björn Linevondeberg auf der Bank. Zwar wäre es nicht unbedingt nötig gewesen, doch weil Müller noch auf das Ergebnis des am Freitag in Mönchengladbach vorgenommenen Corona-Tests wartet, sagten die Teutonen in Absprache mit dem BC Viktoria Glesch-Paffendorf das für Sonntag vorgesehene Match vorsichtshalber ab. Müller: „Wie die Glescher darauf reagiert haben, fand ich sehr angenehm. Wir haben sie darum auch für die Winterpause zu uns eingeladen.“ In der dritten Runde des Kreispokals trifft Kleinenbrouch im Übrigen auf den A-Kreisligisten PSV Mönchengladbach.

Bleibt die interessante Frage: Was ist während der Corona-Krise das wichtigste Utensil für jeden Zuschauer? Das ist leicht –  und doch so elementar, dass der beim Fußball-Landesligisten Holzheimer SG auch für die Pressearbeit zuständige Willi Kollenbroich vor dem letzten Testspiel am Sonntag gegen den Bezirksligisten ASV Mettmann noch mal ausdrücklich darauf hinwies: „Über das Hygienekonzept ist ergänzend zu sagen, dass beim Eintritt selbstverständlich Masken- und Desinfektionspflicht herrscht.“ Und bevor die Freunde des gepflegten Amateurfußballs überhaupt nur in die Nähe eines für ihren Heimatverein tätigen Kickers kommen, haben sie sich zudem in eine der ausgelegten Listen einzutragen.

Um dem Virus tatsächlich keine Angriffsfläche zu geben, werden die Gäste in Holzheim nur in bis zu zehn Mann oder Frau starken Gruppen auf die schmucke Anlage an der Reuschenberger Straße gelassen. Die werden am Spielfeldrand durch einen mit Hütchen oder Absperrband markierten und mit einem freundlichen Ordner besetzten Korridor separiert. Nur gucken, nicht anfassen! Eine Devise, die zum Glück nicht auf dem Platz gilt, wenngleich auch da die Kontakte auf das Nötigste beschränkt werden sollen. Das hinderte die Akteure der HSG und des ASV Mettmann nicht daran, sich einen packenden Schlagabtausch zu liefern. Den gewannen die Hausherren zwar mit 4:2 (Halbzeit 2:0), sie mussten dabei aber mächtig Gas geben. „Mettmann war ein sehr guter Gegner“, befand Trainer Hamid Derakhshan. Bis zum Seitenwechsel schossen Maurice Girke (Handelfmeter) und Shohei Yamashita die Gastgeber mit 2:0 in Führung. Im zweiten Abschnitt verkürzte der starke Bezirksligist jeweils durch Feyzullah Demirkol auf 1:2 und 2:3, für die HSG trafen Damian Kaluza direkt nach seiner Einwechslung und abermals Maurice Girke, der den Ball zudem einmal an den Pfosten setzte. „Das war ganz in Ordnung“, bilanzierte Derakhshan, fügte mit Blick auf die erste Liga-Partie am Sonntag vor heimischem Publikum gegen Giesenkirchen indes hinzu: „Erst dann wissen wir wirklich, ob wir gut vorbereitet sind.“

Der SC Kapellen kam im letzten Vorbereitungsmatch derweil zu einem lockeren 9:1-Erfolg (2:1) beim SC Borussia Kaster-Königshoven. Der A-Kreisligist war kurzfristig für den wegen seiner Pflichten im Krefelder Kreispokal ausgefallenen Landesligisten VfR Fischeln eingesprungen und lag zunächst sogar vorne. Auf dem, so Kapellens Sportlicher Leiter Jörg Ferber, „schwierig zu bespielenden Rasenplatz“ hatte der SCK Mühe,  in Tritt zu kommen, gewann am Ende aber durch Tore von Maik Ferber (3), Mark Schiffer (2), Pablo Ramm, Baran Bal, Can Yücel und Semih Cakir noch deutlich.