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Kleinenbroich nach dem Sieg gegen Giesenkirchen

Fußball-Landesliga : Befreiungsschlag für Kleinenbroich

Die Landesliga-Fußballer der Teutonia können doch noch gewinnen, in Giesenkirchen gab’s den ersten Saisonsieg. Dagegen verlor Kapellen und Holzheim spielte unentschieden.

Die seit Saisonbeginn von großem Verletzungspech geplagten Kleinenbroicher haben ein klares Lebenszeichen in der Fußball-Landesliga von sich gegeben. Ausgerechnet im Derby bei der DJK/VfL Giesenkirchen gelang ihnen nach zuvor nur einem Unentschieden im achten Spiel der erste Saisonsieg. Den SC Kapellen erwischte es dafür nach fünf ungeschlagenen Spielen in Süchteln, Holzheim erkämpfte sich schon am Freitag ein 0:0 daheim gegen Wülfrath.

 Holzheimer SG – 1. FC Wülfrath 0:0. Weil die Holzheimer mit großen Personalsorgen in das Heimspiel gegangen waren, fiel die Freude über das Unentschieden hinterher umso größer aus. „Die Jungs haben das sehr, sehr gut gemacht. Das war ein Punktgewinn für uns, ein gefühlter Sieg“, meinte HSG-Coach Hamid Derakhshan, der fast auf seine komplette Abwehrkette verzichten musste, wobei Tom Nilgen stark angeschlagen ins Spiel ging und auch Stürmer Yannick Joosten alles andere als im Vollbesitz seiner Kräfte war. Youngster Fynn Reiß machte sein erstes Landesligaspiel von Beginn an, Moritz Nischmann und Oliver Esser standen erst zum zweiten Mal in der Startformation. Auch sie sorgten dafür, dass die Gastgeber in der ersten Hälfte gut ins Spiel kamen und zwei gute Chancen zur Führung durch Joosten und Samuel Asllani hatten. Bei einer guten Möglichkeit der Gäste war Nico Bayer ebenso zur Stelle wie zweimal nach der Pause, als er klarste Einschusschancen vereitelte. „Mit ein bisschen mehr Glück und Können, wäre ein Sieg drin gewesen. Weil das Vohwinkel aber auch sagen kann, geht das 0:0 in Ordnung“, bilanzierte Derakhshan.

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DJK/VfL Giesenkirchen – Teutonia Kleinenbroich 1:2 (0:0). Als die Kleinenbroicher Spieler und Trainer nach dem erlösenden Sieg im Lokalduell zum Oktoberfest auf die eigene Anlage zurückkehrten, wurden sie mit Beifall empfangen. „Das Ergebnis war Balsam für die Seele“, meinte Teutonen-Coach Norbert Müller, der gar kein Geheimnis daraus machte, dass die Begegnung mehr Kampf war als fußballerischer Leckerbissen. „Unter dem Strich war der Sieg aber hoch verdient für uns.“ Vor der Pause erspielten sich die Gäste ein Chancenplus, wobei der Ex-Giesenkirchener Erik Pöhler die beste Einschussmöglichkeit aus acht Metern am Tor vorbeischob. Besser macht es der Stürmer gegen seinen ehemaligen Klub dann zum Schluss. Nachdem zunächst Hangpyo Lee die Gäste in Führung geschossen (57.) und Philip Welzer mit einem Freistoß ausgeglichen hatte (78.), schlug in der 81. Minute Pöhlers große Stunde. Eine Hereingabe von Benedict Ruckes schob er im Fallen zum 2:1 über die Linie. Wie groß die Erleichterung war, zeigt, dass er anschließend unter einer Spielertraube verschwand. „Jetzt müssen wir schauen, dass wir im nächsten Spiel gegen Solingen nachlegen“, mahnte Norbert Müller.

ASV Süchteln – SC Kapellen 2:0 (2:0). Nach fünf Spielen ohne Niederlage, davon vier Siege, hat es den SC Kapellen mal wieder erwischt. Und das ausgerechnet gegen seinen Ex-Trainer Frank Mitschkowski, der im Sommer den ASV übernommen hatte. Auf den Süchtelner Höhe hatte der SCK zwar deutlich mehr vom Spiel, ließ sich von einem tiefstehenden Gegner aber zu Fehlern verleiten, die der zu zwei letztlich entscheidenden Toren nutzte. „Das Ärgerliche ist, dass wir genau wussten, was der Gegner vorhat, dann aber blind in die Falle reinlaufen“, sagte SCK-Coach Björn Feldberg und ergänzte: „Wir müssen es schleunigst hinbekommen, dass wir unsere individuellen Fehler abstellen.“ Einer dieser Fehler war nach einer Viertelstunde ein unnötiger Rückpass, aus dem der Führungstreffer für die Gastgeber entstand. Dem 2:0 durch Paul Fröhling (27.) ging nach einem Ballgewinn ein Stellungsfehler des SCK voraus. Klar, dass die Gäste das so nicht stehenlassen wollten. Nach der Pause erhöhten sie noch mal die Schlagzahl und kamen auch zu einigen Möglichkeiten, ließen aber in der letzten Linie die nötige Konsequenz vermissen und hatten auch nicht das nötige Quäntchen Glück. Feldberg: „Gegen einen Gegner, der so tief steht, ist es natürlich schwer. Aber dann müssen wir wenigstens ein 0:0 mitnehmen.“