Handball Klarheit für den TSV Bayer Dormagen

Dormagen · Nach den Finalspielen der Aufstiegsrunde und dem endgültigen Abstieg des Bergischen HC steht fest, auf wen die Dormagener Handballer in den neuen Zweitliga-Saison treffen. Aus der 3. Liga hoch kommen zwei alte Bekannte.

In der Wintervorbereitung traf Dormagen, hier links mit Patrick Hüter, in einem Testspiel auf den Bergischen HC. Nach dem Abstieg des BHC gibt es nächste Saison ein Wiedersehen in der 2. Liga.

In der Wintervorbereitung traf Dormagen, hier links mit Patrick Hüter, in einem Testspiel auf den Bergischen HC. Nach dem Abstieg des BHC gibt es nächste Saison ein Wiedersehen in der 2. Liga.

Foto: Heinz J. Zaunbrecher

Sieben Jahre nach dem Aufstieg mit dem Neusser HV hat Ceven Klatt als Trainer auch den TuS Ferndorf in die 2. Handball-Bundesliga geführt. Den Siegerländern reichte im Finale der Aufstiegsrunde ein 27:27-Unentschieden in eigener Halle gegen den MTV Braunschweig, nachdem sie eine Woche zuvor das Hinspiel mit 32:23 für sich entschieden hatten. Klatt, der nach seinem Abschied von den Rhein Vikings zwischenzeitlich die DJK Rimpar und die Eulen Ludwigshafen trainiert hatte, hatte die Ferndorfer im vergangenen Sommer nach ihrem Abstieg aus der Zweiten Liga übernommen.

Der nächste Aufsteiger, mit dem es der TSV Bayer Dormagen nächste Saison zu tun bekommt, ist ebenfalls ein alter Bekannter. Denn nur zwei Jahre nach ihrem Abstieg kehrt auch die HSG Konstanz in die Zweite Liga zurück. Im Finale setzten sich die Süddeutschen, die in der ersten Runde die HSG Krefeld um die beiden ehemaligen Dormagener Torhüter-Routiniers Martin Juzbasic und Sven Bartmann ausgeschaltet hatten, knapp (34:30, 35:38) gegen Eintracht Hildesheim durch. Neben Krefeld waren auch der HCE Rostock (mit dem Ex-Dormagener André Meuser), der HC Oppenweiler/Backnang und der TV Emsdetten (der künftige Verein von Bayer-Linkshänder Florian Träger) in der ersten Runde gescheitert.

Ferndorf und Konstanz nehmen die Plätze der Absteiger TuS Vinnhorst und EHV Aue ein. Damit ist das 18er-Feld der 2. Handball-Bundesliga komplett, nachdem der Bergische HC seine Rechtsstreitigkeiten mit der Handball-Bundesliga (HBL) gegen Zahlung einer finanziellen Kompensation seitens der HBL beigelegt und damit den sportlichen Abstieg akzeptiert hatte. Bereits vor dem Urteil des vom BHC wegen der in seinen Augen unklaren Rechtslage in Sachen Lizenzerteilung für den HSV Hamburg angerufenen Schiedsgerichts hatte BHC-Geschäftsführer Jörg Föste noch einmal bekräftigt, dass die Bergischen auch im Falle eines Abstiegs ihre im Rahmen der Kooperation mit dem TSV Bayer Dormagen gegebenen Zusagen einhalten werden. Das bedeutet, dass Sören Steinhaus und Louis Oberosler trotz der sportlichen Konkurrenzsituation eine weitere Saison im Bayer-Trikot auflaufen werden. Der Bergische HC und Mit-Absteiger HBW Balingen/Weilstetten, der neue Arbeitgeber des bisherigen Dormagener Trainers Matthias Flohr, nehmen in der Zweiten Liga die Plätze der Bundesliga-Aufsteiger 1. VfL Potsdam und SG BBM Bietigheim ein.

Fest steht inzwischen auch, auf welche Gegner die Dormagener Jugendmannschaften in der kommenden Bundesliga-Saison treffen. Bei der A-Jugend gibt es nach der Reform durch den Deutschen Handball-Bund (DHB) nur noch 20 (statt 32) Erstligisten, stattdessen spielen ebenso viele Klubs in der neugeschaffenen Zweiten Liga. Der TSV Bayer Dormagen wurde in die Südstaffel der Ersten Liga einsortiert und muss sich dort mit dem Bergischen HC, FrischAuf Göppingen, HC Erlangen, JANO Filder, JG Balingen/Weilstetten, mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, SC DHfK Leipzig, SG Bietigheim und dem Deutschen Vizemeister Rhein-Neckar Löwen (mit dem Ex-Dormagener Martin Berger als neuem Trainer) auseinandersetzen. Die ersten Vier der insgesamt zwei Gruppen erreichen das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft.

Mit der Reform wurde auch erstmals eine Bundesliga für die B-Jugend eingeführt. Hier spielen 48 Vereine in acht Staffel zu je sechs Mannschaften, der Dormagener Nachwuchs, in der abgelaufenen Saison im Halbfinale nur knapp am SC DHfK Leipzig gescheitert, bekommt es in Staffel 5 mit dem Bergischen HC, SG Menden, TuSEM Essen, VfL Eintracht Hagen und dem VfL Gummersbach zu tun. Die ersten Drei jeder Staffel erreichen die Meisterrunde, die in vier Gruppen zu je sechs Mannschaften ausgespielt wird. Die beiden Erstplatzierten der vier Gruppen ziehen ins DM-Viertelfinale ein.