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Klare Niederlage für Neuss Tigers auf neuem Parkett gegen Braunschweig

Basketball : Deutliche Niederlage für Tigers auf neuem Parkett

Bei der Rückkehr der Turngemeinde Neuss in die Elmar-Frings-Sporthalle steckt der Basketball-Zweitligist eine Niederlage gegen Braunschweig ein.

Die guten Nachrichten zuerst: Die, so TG-Geschäftsführer Klaus Ehren, „neue Elmar-Frings-Sporthalle“ an der Bergheimer Straße hat ihre Premiere mit Bravour bestanden. „Und sie ist mit Ende der Herbstferien auf den Punkt fertig geworden“, stellte Sportamtsleiter Uwe Talke nicht ohne Stolz fest. Er fügte indes erklärend hinzu: „Geplant waren 250.000 Euro, aber durch den bei den Arbeiten entdeckten Wasserschaden hat sich diese Summe nahezu verdoppelt.“

Schick sieht der neue Parkettboden ja aus, wenngleich es sportlich für die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss bei der Rückkehr ins „Wohnzimmer“ nichts zu holen gab. Gegen den in allen Belangen überlegenen Aufstiegskandidaten Eintracht Braunschweig setzte es für die Tigers eine deutliche 46:63-Niederlage (Halbzeit 26:43). Die Gäste waren für die Schützlinge von Trainer Rufin Kendall schlichtweg eine Nummer zu groß – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Alleine die Startformation der Löwinnen mit Shaquanda Miller-McCray (1,93 Meter), Stefanie Grigoleit (1,86), Lina Falk (1,84), Arianna Zampieri (1,83) und Jordan Chavis (1,70) war furchteinflößend, dazu kamen von der Bank unter anderem noch Veronika Slazyk (1,85) und Morgana Sohn (1,84). Die Tigers vermochten in Anke Ollig (1,85), Lydia Baxter und der Anfang September 15 Jahre alt gewordenen Debütantin Johanna Huppertz (beide 1,83) nur ein Trio mit Gardemaß entgegenzusetzen.

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Kein Wunder also, dass Braunschweig unter den Körben dominierte und das Rebound-Duell mit 40:26 (34:15 nach dem dritten Viertel) für sich entschied. „Wir sind heute auf einen Gegner getroffen, der ganz andere Ziele hat als wir“, sagte Kendall, wollte seine mit einer Serie von drei Siegen in Folge ins Match gegangenen Schützlinge indes nicht komplett aus der Verantwortung entlassen. „Besser ausboxen kannst du unterm Brett schon, das hat nichts mit der Größe zu tun.“ Überhaupt fehlte ihm grundsätzlich ein wenig der Mut, die durchaus vorhandenen Chancen zu nutzen. „Da war mehr möglich.“

Wie das am Samstag vor rund 150 Zuschauern laufen würde, war ziemlich schnell klar: Trotz Kendalls Auszeit beim 3:11 (3.) schweißte LionPride eine Serie von 10:0-Punkten (13:3) zusammen, in der neunten Minute stand es 19:5. Schon nach dem von Braunschweig mit 21:9 gewonnenen ersten Viertel war die Frage nach dem Sieger im Grunde geklärt. Die Führung der Gäste wuchs über 38:18 (16.) und einem weiteren 12:0-Run im dritten Viertel bis auf 54:29 (27.) an. Ein überzeugender Vortrag, der Trainer Christian Steinwerth zu diesem Fazit veranlasste: „Wir haben den Gegner ernst genommen, das war insbesondere in der ersten Halbzeit zu sehen. Wir haben wieder eine starke Defense abgeliefert. Der Sieg war nie in Gefahr, aber an der Offense müssen wir weiter arbeiten.“

Das galt besonders für den Schlussabschnitt, der mit 9:6 (!) an die Tigers ging. Zunächst ohne Jordan Chavis (12 Punkte in den Viertel eins bis drei), Lina Falk (12) und Arianna Zampieri (11) verlor der Gast aus Niedersachsen seinen Fokus. Die Neusserinnen, die es nach dem dritten Foul von Maria Aftzi schon vor dem Seitenwechsel – freilich ohne Erfolg – mit Nicole Egert im Aufbau versuchten, wussten sich in der Defensive zu steigern.

Neuss: Schillings, Egert (5), Sy, Arz (5), Baxter (11), Bockhorst (6), Krings (6), Ollig, Aftzi (12), Hupperz

Braunschweig: Grigoleit (2), Lingnau, Slazyk (3), Zampieri (11), Voß, Falk (12), Sohn (7), Brox (6), Chavis (14), Miller-McCray (8),  Wittenberg

Viertel: 9:21, 17:21, 11:15, 9:6

Halbzeit: 26:42

Zuschauer: 150