Fußball-Bezirksliga Kirmes-Derby in der Bezirksliga

Rhein-Kreis · Das Neusser Schützenfest steht vor der Tür, zuvor kämpfen im Hubert-Schäfer-Sportpark die DJK Gnadental und die gastgebende SVG Weißenberg um wertvolle Punkte.

 Hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen: Justin Schiffer.

Hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen: Justin Schiffer.

Foto: Fupa

Wie jedes Jahr am Neusser Schützenfest legen die Fußballer aus dem Rhein-Kreis in der Bezirksliga vor. Den Auftakt am Donnerstag (19.30 Uhr) machen die SG Rommerskirchen/Gilbach und der VdS Nievenheim. Am Freitag (19.30) steht das Neusser Stadtduell zwischen Aufsteiger SVG Weißenberg und Vizemeister DJK Gnadental an.

SG Rommerskirchen/Gilbach (16.) – VdS Nievenheim (10.). Nach der 1:5-Niederlage am Sonntag gegen ambitionierte Gnadentaler will die SG Rommerskirchen/Gilbach wieder was Zählbares einfahren. „Die Vorbereitung lief nicht wie geplant, wir sind noch nicht auf dem Level, auf dem wir sein wollen“, moniert Trainer Frank Lambertz. „Der Trainingsrückstand lässt sich auch nicht innerhalb einer Woche aufarbeiten.“

Auch der Kontrahent aus Nievenheim hat Probleme. Nach der Roten Karte gegen Jan Rakow und zahlreichen kurzfristigen Ausfällen war der Kader einen Tag vor der Begegnung stark ausgedünnt. „Am Dienstag waren wir nur elf Mann beim Training. Justin Schiffer fällt wahrscheinlich aus, Sascha Elfmann hat mit Leistenproblemen zu kämpfen und Nils Mäker ist noch krank. Trotzdem dürfen die Ausfälle keine Ausrede sein. Unser Anspruch ist, trotzdem Punkte mitzunehmen“, sagt Coach Daniel Köthe. Er will, dass sein Team den Ton angibt und das Spiel bestimmt. Frank Lambertz will jedoch auch, dass seine Mannschaft mitspielt. „Wir haben in der Rückrunde gezeigt, dass auch wir mitspielen können. Natürlich muss sich die Mannschaft nach den vielen Trainerwechseln erstmal daran gewöhnen. Unsere Stärke bleibt weiterhin die Mentalität. Ich sehe beide Mannschaften auf Augenhöhe, daher wollen wir die Punkte bei uns lassen.“

SVG Weißenberg (14.) – DJK Gnadental (8.). Der Aufsteiger aus Weißenberg bekam es am vergangenen Wochenende im TSV Eller erstmals mit einer Top-Mannschaft zu tun. Am Freitag folgt mit dem amtierenden Vizemeister DJK Gnadental schon das nächste Brett. „Ich war mit unserer Leistung bei der 3:4-Niederlage gegen Eller zufrieden. Letztlich haben wir aufgrund eigener Fehler zu Recht verloren“, sagt Trainer Dirk Schneider und blickt voraus: „Gnadental ist auch eine Spitzenmannschaft, spielt aber ganz anders als Eller, auch darauf müssen wir uns einstellen.“ Der Liganeuling will sich durch das anspruchsvolle Anfangsprogramm nicht verunsichern lassen. Schneider: „Wir haben eine junge Mannschaft, für die die ersten Spiele sehr lehrreich sind. Wir können sicherlich nicht alle unsere Erkenntnisse aus dem Eller-Spiel umsetzten, trotzdem denke ich, dass wir bereits für Freitag einige Lehren mitnehmen können.“

Die DJK Gnadental fand mit dem 5:1-Heimsieg gegen die SG Rommerskirchen/Gilbach die richtige Antwort auf die überraschende Auftaktniederlage. „Wir hatten ein Spiel, in dem fast alles schieflief und eins, mit dem ich zufrieden war. Das Spiel gegen Weißenberg wird zeigen, wo wir stehen“, sagt Trainer Sebastian Michalsky. „Wir haben am ersten Spieltag gleich eine Hypothek aufgenommen und dürfen uns kaum noch Fehler erlauben.“ Gegen die SG hatte die Mannschaft vom Nixhütter Weg fünf verschiedene Torschützen, diese Flexibilität ist für Michalsky unumgänglich. „Wir haben in Derman Disbudak und Samir Derris zusammen 30 Treffer verloren, die müssen wir jetzt auf verschiedene Schultern verteilen.“ Nicht nur mit Blick auf die Tabelle will Michalsky unbedingt einen Dreier. „Die Kirmes steht vor der Tür und keiner will als Verlierer des Stadtduells da auftauchen, jeder weiß, dass wir der Favorit sind und davor dürfen wir uns nicht verstecken.“

Außerdem trifft der TSV Bayer Dormagen (4.) am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) auf den mit zwei Siegen gestarteten TSV Eller (2.).