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Korschenbroich: Kinder lernen gesund zu leben

Korschenbroich : Kinder lernen gesund zu leben

Für ihre Kreativität ist die Kleinenbroicher Kindertagesstätte Hochstraße bekannt. Die Arbeit wurde jetzt mit demAOK-Förderpreis "Starke Kids Netzwerk" belohnt. Das Kita-Team hatte zum dritten Mal in Folge die Nase vorn.

Wie sieht mein Körper von innen aus? Wer bin ich? Was passiert, wenn ich mich bewege? Welche Aufgabe hat das Blut? Auf diese und andere Fragen erhielten die 54 Jungen und Mädchen der Kita Hochstraße Antworten. Mit Susi und Sammy Skeletti absolvierten die Drei- bis Sechsjährigen die Reise durch den eigenen Körper. Und dass das mehrwöchige Projekt nicht nur bei den wissbegierigen Kindern hoch im Kurs stand, sondern auch bei der Jury, durfte Kita-Leiterin Elke Berzen (41) jetzt erleben. Zum dritten Mal in Folge sicherte sich die Einrichtung an der Hochstraße den AOK-Förderpreis "Starke Kids Netzwerk" und damit ein Preisgeld von 2500 Euro.

Mit dem Thema "Konsum – alles haben nie genug" ließ sich das Glehner Familienzentrum Kerper Weiher als Zweitplatzierte feiern. Mit weiteren drei Einrichtungen aus der Kreisgemeinschaft teilt sich der Glehner Kindergarten Schulstraße Platz drei. Das Thema: "Die lebhaften Rohkostzwerge".

Die gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen hat sich in den zurückliegenden Jahren deutlich verschlechtert – für die AOK Rheinland-Hamburg Motivation, den Förderpreis "Starke Kids Netzwerk" auszuschreiben. "Uns haben 15 Bewerbungen erreicht", freut sich Regionaldirektorin Marion Schröder über die große Resonanz. Ihr war dabei nicht nur die Zahl der Einsendungen wichtig, sie lobte bei der Preisverleihung auch die Inhalte. Die Themen reichten von gesunder Ernährung und Bewegung bis hin zur Stressbewältigung und Suchtvermeidung.

Spannung pur bestimmte dann auch die Preisverleihung in der AOK-Regionaldirektion. Bewerber und Jurymitglieder kannten lediglich die Projektinhalte. Nur Irmgard Gerbrand, die im dritten Jahr den AOK-Förderpreis organisiert, wusste um die sechs erfolgreichen Preisträger. Mit Freudentränen reagierte Elke Berzen: "Dass wir mit einem guten Projekt am Start waren, wusste ich. Doch mit einem erneuten Sieg hatte ich wirklich nicht gerechnet."

Die Kleinenbroicher Kita-Kinder machten eine Entdeckungsreise durch den menschlichen Körper. An den Skeletten Sammy und Susi konnten viele Fragen anschaulich beantwortet werden. "Wir wollten den Kindern zudem die Angst vor dem Arzt und dem Krankenhaus nehmen", so Berzen. Aus diesem Grund war auch eine Apothekerin in die Kita gekommen. Sie hatte Benny den Bär dabei, der verbunden und gepflegt werden musste.

Das Preisgeld von 2500 Euro wird zunächst gedrittelt. Elke Berzen: "Wir kaufen jetzt erst einmal Spiele, Bücher und Plastik-Laster für das Freigelände."

(NGZ)