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Ringen: Kimberley Grieß ringt sich auf den dritten Rang

Ringen : Kimberley Grieß ringt sich auf den dritten Rang

Das hätte sie nach ihrem ersten Kampf nicht gedacht: Kimberley Grieß vom AC Ückerath belegte im internationalen Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland im Frauen-Ringen den dritten Platz. In ihrem dritten Kampf setzte sie sich gegen die Polin Natalia Lubowska durch und sicherte sich so die Bronzemedaille.

"Sie war wirklich stark – ein richtiges Tier", sagte Grieß nach ihrem Sieg. Lob erhielt sie auch von Stéphanie Groß, Nachwuchstrainerin für den Ringerverband Nordrhein-Westfalen. Dabei hatte sie im ersten Kampf noch eine deftige Niederlage hinnehmen müssen – die Freude war am Ende umso größer. Ebenfalls mit von der Partie war Laura Mertens. Letztes Jahr war sei bei der ersten Jugendolympiade in Singapur dabei, jetzt kämpfte sie zum ersten Mal nicht bei den Kadetten mit, wodurch sie gleich mit neuen Gegnern konfrontiert war. Am Ende konnte sie sich jedoch über einen fünften Platz freuen.

Der KSK Konkordia Neuss war mit Lisa Hug und Anna Holtz angereist. Mit Platz sieben und acht konnten sie am Ende nach Hause fahren. Noch im März hatte Lisa Hug sich bei der Deutschen Meisterschaft eine schwere Verletzung am Knie zugezogen. Dass sie jetzt wieder auf der Matte stand, war einer langen Schonzeit zu verdanken. "Schade, dass wir nicht mehr Medaillen gewonnen haben", sagt Stéphanie Groß. "Wir werden jetzt ganz intensiv und ganz individuell auf die Fehler eingehen."

Kimberley Grieß ist mit ihrem dritten Platz die bestplatzierte Ringerin aus der Region. Dass es für die Ringer-Hochburg AC Ückerath nicht noch besser wurde, lag auch daran, dass Nina Hemmer, amtierende Deutsche Meisterin, als wichtige Leistungsträgerin fehlte. Hemmer steht mitten in der Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Serbien in der kommenden Woche. "Wer an der Europameisterschaft teilnimmt, wird vom Deutschen Ringer-Bund vom Grand Prix ausgeschlossen", erklärte Detlev Zenk, Vorsitzender des AC Ückerath. Verständnis für dieses Vorgehen ist jedoch zu erkennen: "Für Nina wäre die Teilnahme am Grand-Prix zu gefährlich gewesen. Sie darf sich nicht verletzen", meint Trainerin Stéphanie Groß. Schließlich ist die Europameisterschaft von größerer Bedeutung: Hier gilt es für Nina Hemmer, sich für die kommende Weltmeisterschaft in Position zu bringen.

(NGZ)