Handball : Khan warnt vor Überheblichkeit

2. Handball-Bundesliga: Der TV Korschenbroich empfängt am Samstag Kellerkind TV Groß-Umstadt.

Für Trainer Khalid Khan ist es alles andere als eine Pflichtaufgabe: "Das wird eine ganz schwere Aufgabe", ist sich der Coach des Handball-Zweitligisten TV Korschenbroich sicher. Zwar hat sich der Tabellenvorletzte TV Groß-Umstadt mit 9:33 bereits vorzeitig aus dem Rennen um die eingleisige 2. Bundesliga zurückgezogen und nicht einmal eine Lizenz beantragt, trotzdem warnt Khan vor dem morgigen (19.30 Uhr) Heimspiel: "Die Mannschaft ist individuell stark besetzt. Wenn wir da nicht aufpassen, werden wir ganz schnell ein blaues Wunder erleben. Überheblichkeit wird schnell bestraft." So wie im Hinspiel, als der TVK beim mühevollen 29:29 überraschend einen Punkt abgeben musste.

In den beiden spielfreien Wochen hat der TVK noch einmal Kraft tanken können. David Breuer, der beim Remis gegen Neuhausen vor 14 Tagen noch grippekrank fehlte, ist wieder dabei. Dagegen plagt Marcel Görden eine Fußverletzung. Sollte er nicht spielen können, stehen Dominic Kasal oder Markus Breuer auf Linksaußen als Ersatz parat. Es ist für die Korschenbroicher die vorerst vermeintlich letzte leichte Aufgabe, danach warten ausnahmslos schwere Gegner auf das Khan-Team, das unbedingt zwei weitere Zähler einfahren will, um das Punktepolster auf den Relegationsplatz zehn ausbauen.

Hinter den Kulissen laufen derweil die Planungen für die Zukunft auf Hochtouren. "Wir haben inzwischen mit allen Spielern gesprochen", so Geschäftsführer Peter Irmen. Zwar hat noch kein Akteur aus dem aktuellen Kader unterschrieben, aber Irmen ist optimistisch, "dass wir unsere Wunschformation zusammenbekommen. Wir sind auf einem sehr guten Weg."

Offen ist nach wie vor, wer die Nachfolge von Trainer Khalid Khan antritt. Wunschkandidat der Vorstandsetage ist offenbar Routinier und Ex-Bundesligaspieler Jörn Ilper. Doch der ziert sich und verweist auf einen unterschriebenen Vertrag als Sportdirektor. Doch der Teufel steckt im Detail: Wie will Ilper den Spielern erklären, dass sie im nächsten Jahr auf Geld verzichten sollen, während er selbst erstmals in der Vereinsgeschichte den Posten eines bezahlten Sportchefs übernehmen soll. Letztendlich werden in Korschenbroich wohl die finanziellen Zwänge die Entscheidungen vorgeben und die sind eindeutig: "Wir müssen den Gürtel enger schnallen", sagt Irmen. Viel Platz für persönliche Karrierepläne wird das nicht lassen.

(NGZ)