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Neusser Galopprennbahn: Kein Geläuf für Favoritenwetter

Neusser Galopprennbahn : Kein Geläuf für Favoritenwetter

Von Klaus Göntzsche

Von Klaus Göntzsche

Allerschlimmste Befürchtungen hinsichtlich des geschäftlichen Resultates hegten die Verantwortlichen der Veranstaltung auf der Neusser Galopprennbahn zum Auftakt der Wintersaison am Samstag, denn bis dreißig Minuten vor dem ersten Start regnete es nicht nur in Neuss, sondern in der gesamten Region in Strömen.

Dann aber kam man "trocken" über die neun Rennen und mit 195 597,44 Euro wurde ein vertretbarer Wettumsatz erzielt. Im Vergleich zu früheren Zeiten immer noch bitter wenig, aber Präsident Jan Vogel bleib realistisch: "Damit müssen wir derzeit zufrieden sein. Der Besuch war gut, ich bin einmal durch alle Räume gegangen, die Leute fühlten sich auch wohl."

Weniger wohl haben sich an diesem Tag die Favoritenwetter gefühlt, denn wie nicht selten zu Beginn der Sandbahnsaison gab es unerwartete Erfolge. Das begann schon mit der von Dymphner Engels in Belgien trainierten Stute Blue Ski Girl (96:10) im 1. Rennen. Der Hengst Salko aus dem Neusser Stall von Marion Weber war bei seinen bisherigen Grasbahnstarts stets Letzter, diesmal gewann er mit ihr im Sattel überlegen den Preis der R+V-Versicherung-Köln, doch mit 80:10 fiel die Quote für einen bislang stets Letzten verdammt niedrig aus.

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Marion Weber: "Viele Leute haben beim Training gesehen, wie gut er auf Sand geht. Auf Gras ging der keinen Meter." Das ungewöhnliche Gespann Gespann Weber/Froitzheim hat auch im Vorfeld mit dieser Information nicht hinter dem Berg gehalten und sogar den Sicherheitschef des Dachverbandes in Köln darüber in Kenntnis gesetzt. Wer sich vor dem 3. Rennen um den Preis von www.galopp3000.de.

im Führring informierte, der konnte Alpenprinz mit Alexander Weis nicht aus der Wette lassen, denn der von seiner Ehefrau im fernen Honzrath im Saarland trainierte Hengst war das bestaussehende Pferd und gewann auch. Knapp war es im Preis von Galopp Intern, denn der heiße Favorit Blomquist wurde tatsächlich vom zehnjährigen Veteranen Pyromaniac mit Wladimir Panow geschlagen.

Trainer Peter Lautner gönnte ihm eine zehnmonatige Rennpause. Der letzte Sieg dieses Pferdes lag zwei Jahre zurück. Enttäuschend lief Pardus, der nicht nur wie gewohnt mühsam in die Startboxe wollte, sondern diesmal auch keine Lust zum schnellen Laufen zeigte. Mit der Stute Gaiva unter Sandra Pferrer siegte eine weitere Außenseiterin im Sport-Welt-Preis. Der Wettfavorit High Alloyed wurde nur Fünfter und die Viererwette auch nicht getroffen.

Seine gute Form bewies Jockey Norman Richter beim Sieg mit Two Hearts im 6. Rennen, Trainer Dragan Ilic hatte nicht einmal mit einer Siegerehrung gerechnet. Im Preis des TOP-Magazins stand erneut Marion Weber bei der Siegerehrung, diesmal steuerte sie Marksman zu einem klaren Erfolg. Das Erfolgsrezept dieses Team ist wohl die Flexibilität, Pferde zwischen Rennstall, Koppelaufenthalten und dem Reitstall in Pulheim zu rochieren.

Mit dem von Jiri Palik gerittenen Limit Up im Hauptrennen um den Preis der RV/VTV-Versicherung stellte Trainer Andreas Bolte ein Pferd mit offensichtlich hoher Sandbahnbegabung vor. Und dann stand ganz zum Schluss Monika Blasczyk bei der Siegerehrung, denn ihr Schützling Cipriano mit Peter Heugl lief (wie in der NGZ angekündigt) in Neuss wieder einmal besonders schnell und auf Sieg gab es für aufmerksame Leser immerhin 143:10 zu verdienen.

(NGZ)