Fußball : Kapellen weiter voll konzentriert

Auch wenn der SC Kapellen am ersten Spieltag für die erste große Überraschung in der neuen Saison der Fußball-Niederrheinliga gesorgt hat, haben Trainer und Spieler kaum Zeit, den Erfolg zu genießen. Am Sonntag steht die nächste schwere Partie beim Wuppertaler SV II auf dem Plan.

Kapellen Der Paukenschlag zum Saisonauftakt gegen den Titelanwärter TuRU Düsseldorf hat zwar beim Fußball-Niederrheinligisten SC Kapellen für gute Laune gesorgt, doch Trainer Markus Anfang vermittelt den Eindruck, als könne er seinen Spielern vermitteln, wie sie den 2:0-Heimsieg einzuordnen haben.

"Wir haben ohne Zweifel gegen einen ganz starken Gegner gewonnen. Aber mehr als ein Sieg war das nicht, Grund zur Euphorie besteht nicht", betont er. Anfang mahnt seine Schützlinge zur vollen Konzentration, denn am Sonntag haben sie direkt den nächsten dicken Brocken vor der Brust. Es geht zur Reserve des Wuppertaler SV (Anlage des EMKA-Leistungszentrums).

In der ersten Trainingseinheit nach dem Erfolg gegen TuRU am Dienstag wurde bei den Erftstädtern erst noch mal Bilanz gezogen. Die fiel freilich in spielerischer Hinsicht überwiegend positiv aus, was die personelle Situation anbelangt eher nicht. Denn in Simon Kozany und Kevin Scholz mussten gleich zwei Spieler mit Verletzungen ausgewechselt werden, zudem konnte Benjamin Schütz wegen einer Angina nicht trainieren und Sven Raddatz klagt schon seit längerem über Oberschenkelprobleme, die vom Rücken herrühren könnten.

Doch Markus Anfang will gar nicht erst negative Erinnerungen an die von einer Verletzungsmisere begleitete vergangene Saison aufkommen lassen. "Wir haben so viele gute Jungs, die sich alle beweisen wollen. Drei von ihnen haben voriges Wochenende in der Zweiten auch getroffen", erklärt Anfang mit Blick auf die in der Bezirksliga erfolgreichen Jan Bresser, Martin Hermel und Noureddine Bouhraou.

Feststeht jedenfalls, dass die Erftstädter hundertprozentig fitte Spieler brauchen werden. Denn die Wuppertaler haben in ihrem ersten Saisonspiel beim überhaus ansehnlichen 1:1 in Ratingen unter Beweis gestellt, dass sie in der neuen Saison wieder eine junge, hungrige und laufstarke Truppe beisammen haben.

Trainer Peter Radojewski hat es nach einem großen Umbruch offenbar hinbekommen, aus vielen neuen Akteuren eine spielstarke Mannschaft zu formen. Dabei stehen ihm auch vier Spieler zur Verfügung, die vorige Saison noch zum Regionalligakader der Wuppertaler gehörten. Neben Torwart Kevin Rauhut sind das auch noch Abwehrspieler Felix Haas, Mittelfeldspieler Waldemar Schattner und Angreifer Erhan Zent.

Zent war es auch, der vorigen Sonntag die Ratinger Abwehr ziemlich durcheinanderwirbelte und eigentlich mehr als ein Tor hätte erzielen müssen. Auch Anfang hat natürlich von der starken Vorstellung der WSV-Reserve gehört. "Das wird ein ganz schwerer Gegner für uns", weiß der Ex-Profi, der sich im Vorfeld aber gar nicht allzu viel mit dem Gegner beschäftigen möchte. "Denn ich habe mit meiner Mannschaft genug zu tun." Und der traut er trotz allem in Wuppertal den nächsten Paukenschlag zu.

(NGZ/rl)