Fußball : Kapellen weiter verjüngt

Vor dem Fussballstart Niederrheinligist SC Kapellen hat in den jungen Kader der Vorsaison noch weitere Spieler von den A-Junioren geholt. Trainer Markus Anfang möchte den nächsten Entwicklungsschritt machen.

Kapellen In Sachen Fußball ist der SC Kapellen nach wie vor das Maß der Dinge im Rhein-Kreis Neuss. Dass die Nachwuchsteams in allen Altersklassen und die erste Senioren-Mannschaft in der Niederrheinliga kicken, ist schon so etwas wie ein natürlicher Anspruch. Und weil die Erftstädter auch immer wieder neue Maßnahmen ergreifen, um die sportliche Qualität noch weiter zu verbessern, ist auch nicht abzusehen, dass sich an ihrer Vormachtstellung etwas ändert.

So haben die Verantwortlichen des SCK den Umbruch in der Bezirksliga-Reserve dazu genutzt, sich ein neues Konzept für ein besseres Zusammenspiel von zweiter und erster Mannschaft auszudenken. Beide Mannschaften werden künftig als Einheit gesehen, so dass die 24 Mann, die aktuell zum Kader der Niederrheinliga-Truppe gehören, je nach Situation auch der Reserve zur Verfügung stehen und gleichzeitig auch eine Durchlässigkeit nach oben besteht. A-Lizenz-Trainer Thomas Bahr als neuer Coach der Bezirksliga-Truppe hat sich mit Markus Anfang abgestimmt und wird auch dasselbe System wie sein Kollege in der Niederrheinliga spielen lassen, es wird auch gleichzeitig trainiert. "Davon versprechen wir uns viel. Gerade verletzte und die jungen Spieler werden von diesen Möglichkeiten profitieren", betont Hans-Josef Becker aus der sportlichen Leitung. Und junge Spieler gibt es reichlich beim SCK. In den sowieso schon blutjungen Niederrheinliga-Kader sind noch einmal fünf Spieler aufgenommen worden, die vorige Saison noch bei A-Junioren gekickt haben.

Da gehören Youngsters wie Patrick Becker, Robin Kreis, Alexander Sitter und Benjamin Schütz nach den teilweise starken Leistungen der vergangenen Saison schon zu den erfahrenen Akteuren. "Wir haben den jungen Leuten ganz bewusst vertraut und uns nicht groß nach Spielern von außerhalb umgeschaut. Jetzt erwarten wir aber auch den nächsten Entwicklungsschritt", betont Markus Anfang. Wobei er den nicht unbedingt an einem Tabellenplatz festmachen möchte. "Sie sollen einfach nicht ihre Fehler der Vorsaison wiederholen. Denn der Erfolg hängt von zu vielen Faktoren ab, auf die wir teilweise keinen Einfluss haben."

Zum Beispiel eine schlimme Verletzungsmisere, wie sie den SCK in der vergangenen Spielzeit heimsuchte. So wurden in dem offensiven Martin Hermel und dem Linksverteidiger Dalibor Cvetkovic auch noch zwei erfahrene Spieler verpflichtet, um noch etwas breiter aufgestellt zu sein. Die Vorbereitung verlief zwar ganz ordentlich, doch der mühsame 3:2-Sieg in der ersten Runde des Niederrheinpokals gegen den Landesligisten TuSpo Richrath hat gezeigt, dass noch Luft nach oben ist. Am Sonntag im ersten Heimspiel gegen den Titelfavoriten TuRU Düsseldorf bietet sich den Kapellenern eine gute Gelegenheit zu beweisen, dass sie es deutlich besser können.

(NGZ)
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