Lokalsport: Kapellen und Jüchen gelingen Kaltstarts

Lokalsport: Kapellen und Jüchen gelingen Kaltstarts

Bei eisigen Temperaturen finden in der Fußball-Landesliga sowohl der SCK als auch der VfL Viktoria den richtigen Gang. Im ersten Match der Rückrunde geht gegen ganz starke Odenkirchener lediglich der VdS Nievenheim komplett leer aus.

Zum Start in die Rückrunde der Landesliga patzten nur die Kicker des VdS Nievenheim, der SC Kapellen bleibt oben dran, Jüchen/Garzweiler baut den Abstand auf die Abstiegszone aus.

1. FC Viersen - VfL Jüchen/Garzweiler 1:2 (0:1). Trotz des für den weiteren Saisonverlauf Ruhe gebenden Auswärtssieges beim Kellerkind war Trainer Michele Fasanelli mit seinem Team nicht zufrieden: "Wir haben nach vorne so viel Qualität im Kader, da musst du mit einer Führung im Rücken einfach nachlegen, vor allem dann, wenn der Gegner komplett aufmacht. Das ärgert mich." Die Partie auf dem kleinen Platz in Viersen habe ihn "ein paar Kilo und sehr viel Nerven gekostet", gab er zu: "Du warst ständig in Zweikämpfe und in Strafraumsituationen verwickelt." Viersen war aktiver, besorgte sogar das Führungstor der Gäste: Nach einem Freistoß von Sven Rixen verlängerte Marlon Smikalla das Leder per Kopf ins eigene Netz (44.). Als wiederum Rixen einen Freistoß durch Freund und Feind zum 2:0 ins Tor wuchtete (53.), schien die Partie gelaufen. Aber mit dem Anschlusstor von Enrico Zentsch (59.), "das haben wir ganz schlecht verteidigt" (Fasanelli) gerieten die Gäste noch mal mächtig ins Schwimmen. Darum bilanzierte Fasanelli schließlich eher erleichtert als glücklich: "Das war eine Zitterpartie, aber wir haben gewonnen. Alles gut."

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VdS Nievenheim - SVG Odenkirchen 0:3 (0:2). Dass die Gäste aus Mönchengladbach ihre Serie - jetzt acht Siege in neun Spielen - ausbauen konnten, fand Nievenheims Trainer Sascha Querbach schon in Ordnung, "wenn mit dem 3:0 auch um ein Tor zu hoch. Wir haben gegen eine gute Mannschaft vollkommen verdient verloren." Nur in den ersten 25 Minuten hatte der Coach seine Schützlinge besser gesehen. Da ließen Nils Dübbert (2) und Alexander Hauptmann gute Gelegenheiten aus. Querbach: "Da waren wir präsent in den Zweikämpfen."

Trotzdem lag Odenkirchen zur Pause nach Treffern von Pascal Moseler und Tayfun Yilmaz komfortabel mit 2:0 vorne. "Durch zwei Geschenke von uns", monierte Querbach allerdings. Für den zweiten Abschnitt gelobten seine Mannen zwar Besserung, doch richtig gefährlich tauchten sie kaum mal vor dem Gehäuse des einst auch im Kasten des TuS Grevenbroich stehenden Kevin Afari auf. "Wir haben es viel zu häufig mit hohen Bällen versucht", kritisierte Querbach, räumte indes auch ein: "Das hat Odenkirchen schon gut gemacht." Kurz vor Schluss nutzte Marcel Pohl einen Konter zum 3:0-Endstand. SC Kapellen - ASV Mettmann 2:0 (0:0). Lange musste sich Kapellen gegen das Abwehrbollwerk aus Mettmann gedulden. Nach 83 Minuten war Joker Maximilian Kuznik dann per Kopf zur Stelle und wuchtete einen Freistoß ins Netz. "Für Max freue ich mich besonders", sagte Trainer Oliver Seibert über seinen im Winter aus Velbert gekommenen Neuzugang, der in der Vorbereitung einen guten Eindruck machte. Das gleiche trifft auch auf Kenta Hara zu, der in der 90. Minute auf 2:0 stellte. Der aus Monheim gekommene Japaner vollstrecke einen Konter über Kuznik zur Entscheidung. "Das sind genau die beiden Spieler, die in den letzten Wochen sehr auffällig waren", fand Seibert, der erleichtert war: "Mettmann hat gemauert und es defensiv richtig gut gemacht. Da musst du erst mal die Lücke finden." Dass das erst in der Schlussphase gelang, störte den Trainer freilich nicht. Schließlich hatte er einen überzeugenden Heimauftritt gesehen: "Das war eine sehr dominante Vorstellung mit viel Ballbesitz und Tempospiel. Wir haben den Gegner gefordert und dann auch verdient die Tore gemacht." Ein bitteres Debüt erlebte Neuzugang Alen Arnautovic, der im Tor für den in der Vorbereitung angeschlagenen Christopher Möllering beginnen durfte. Arnautovic verletzte sich nach gut einer Stunde am Außenband und könnte bis zu zwei Monate ausfallen. "Das ist richtig bitter für Alen. Der hat in der Vorbereitung richtig gut gearbeitet und jede Einheit voll durchgezogen", fand Seibert.

(NGZ)
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