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Fußball: Kapellen sorgt sich sich ums Wetter

Fußball : Kapellen sorgt sich sich ums Wetter

Fast ungläubig hat Klaus Schütz in den vergangenen Tagen die Wetterprognosen verfolgt. "Ich habe mit Schrecken gesehen, dass es am Wochenende wieder schneien soll", sagt der Trainer des Fußball-Oberligisten SC Kapellen vor dem Gastspiel des Tabellenzweiten am Sonntag beim Schlusslicht 1. FC Wülfrath.

An die Partien im Rheinkalk-Stadion am Erbacher Berg haben die Kicker des SCK ohnehin nicht die besten Erinnerungen. In der vergangenen Saison zum Beispiel fegte ein Unwetter über den Platz und machte eine 25-minütige Spielunterbrechung nötig. "So etwas habe ich in dieser Form noch nie erlebt", sagt Schütz, "und zu allem Überfluss sind wir dann auch noch mit 0:4 verprügelt worden".

Im Hinspiel der laufenden Runde erwiesen sich die Wülfrather im Erftstadion als recht unleidliche Gäste. Mit einem Auftritt der Marke "Betonfußball" (Schütz) ermauerte sich der von Ex-Profi Joachim Hopp trainierte FC ein torloses Unentschieden. Eine Taktik, die sich der Abstiegskandidat am Sonntag wohl nicht wird erlauben können. "Die brauchen die Punkte schließlich mehr als wir", weiß Schütz. Nichtsdestotrotz erwartet er ein Duell ohne allzu große spielerische Finessen. "Auf tiefem Naturrasen kannst du einfach keinen technisch hochwertigen Fußball zeigen. Darauf müssen wir gefasst sein. Da heißt es nur: Kampf! Kampf! Kampf!"

Dass sich die Hausherren noch nicht aufgegeben haben, stellten sie am vergangenen Wochenende mit dem 2:0-Sieg bei den ebenfalls stark gefährdeten Sportfreunden Hamborn unter Beweis. Ganz offensichtlich hat das in der Winterpause verpflichtete Personal für einen Qualitätsschub gesorgt. Allen voran der in Frankreich geborene Kongolese Yannick Salem (29), auf dessen Konto beide Tore gingen. "Dieser Dreier wird unser Selbstbewusstsein sicherlich stärken", ist Berufsoptimist Joachim Hopp überzeugt. Derweil kann sein Kollege in Kapellen personell fast aus dem Vollen schöpfen.

Definitiv passen müssen lediglich Stephan Wanneck (Schulter-OP) und der beruflich unabkömmliche Defensivmann David Dygacz. Doch gerade in der Abwehrviererkette hat Schütz die Qual der Wahl. Gesetzt ist hier nur der seit Monaten in bestechender Form aufspielende Dalibor Cvetkovic. Relativ sicher dabei sind wohl auch Robin Kreis (zentral) und Dirk Caspers (links). Auf der rechten Außenbahn lieferte Marcel Koch gegen Fischeln (2:1) eine überzeugende Leistung ab, doch auch Sükrü Ak drängt es nach abgelaufener Rotsperre zurück in die Startelf.

(NGZ/rl)