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Fußball: Kapellen richtet sich auf Faninvasion ein

Fußball : Kapellen richtet sich auf Faninvasion ein

Morgen ist der ehemalige Bundesligist Wuppertaler SV zu Gast im Erftstadion. Da auch das Wetter mitspielt, könnte der Tabellenzweite der Fußball-Oberliga von 1000 Zuschauern begleitet werden. Das Hinspiel gewann der WSV mit 3:1.

Mehr als 7500 Zuschauer hatten am vergangenen Sonntag im Stadion am Zoo das 3:3 im Spitzenspiel der Fußball-Oberliga zwischen Gastgeber Wuppertaler SV und der SSVg Velbert verfolgt. Ganz so viele werden es morgen im Erftstadion sicher nicht werden, doch der SC Kapellen stellt sich vorsichtshalber auf eine Invasion aus dem Bergischen ein. "Wir rechnen mit 800 bis 1000 Wuppertaler Anhängern", sagt SCK-Obmann Paul Rösgen. Da der Besuch des ehemaligen Erstligisten in der vergangenen Saison rund 1200 Zuschauer an die Weimarstraße gelockt hatte und bestes Frühlingswetter angesagt ist, könnte er sich gut vorstellen, morgen insgesamt an die 1500 zahlende Gäste auf die Anlage zu locken.

Der wirtschaftliche Erfolg dieses Fußballspiels ist damit wohl gesichert, um den sportlichen kümmert sich Coach Frank Mitschkowski mit seinen Jungs. Obwohl die Kräfteverhältnisse geklärt scheinen - der professionell aufgestellte WSV strebt mit Macht zurück in die Regionalliga, der SCK wäre fürs Erste schon mit dem Klassenverbleib in der Oberliga zufrieden -, sieht Kapellens Trainer seine Mannschaft nicht ohne Chance. Noch unter seinem Kollegen Chiquinho (mittlerweile in Nettetal) trotzten die Erftstädter dem Topfavoriten bei dessen bislang letzten Gastspiel in Kapellen nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden ab. Selbst beim 1:3 im Hinspiel der laufenden Spielzeit habe die Partie durchaus einen komplett anderen Verlauf nehmen können, findet Mitschkowski: "Stephan Wanneck braucht den Ball nur noch zum 1:0 über die Linie zu schieben, wird aber gefoult. Elfmeter und Rote Karte wäre die richtige Entscheidung gewesen - und das in der 30. Minute." Der Pfiff blieb jedoch aus. Zudem ist der WSV in der Rückrunde noch ohne Sieg. Zum Auftakt hatten die Schützlinge von Trainer Thomas Richter beim Abstiegskandidaten SV Sonsbeck mit 0:1 verloren (Hinspiel 1:1).

Aber natürlich geht Mitschkowski nicht blauäugig ins Match. "Die sind schon stark, gar keine Frage", sagt er. "Nur, wenn Wuppertal keinen guten Tag erwischt und bei uns alles optimal läuft, können wir die ärgern. Wir brauchen einfach das Quäntchen Glück." Schwerstarbeit könnte auf die Abwehrjungs in der Viererkette zukommen, hält der Coach den WSV doch bei Standards für die beste Mannschaft der Liga: "Leute wie Marvin Ellmann oder auch Dennis Schmidt sind obenrum überragend." Dummerweise sind die Hausherren gerade in diesem Mannschaftsteil wohl zu Umbauarbeiten gezwungen: David Dygacz, zuletzt eine Bank auf der rechten Außenbahn, ist schwer erkältet (mit Schüttelfrost), Kapitän Dalibor Cvetkovic (links), Robin Kreis und Marcel Koch (beide zentral), vor einer Woche Siegtorschütze beim 2:1 in Homberg, sind gesundheitlich ebenfalls angeschlagen. Hundertprozentig fit sind im Moment nur Ömer Okyar und Philip Erkes. Froh stimmt den Trainer indes, dass er in seinem Kader "Jungs mit einer gewissen Verwendungsbreite" hat.

So könnte Kreis außen auch gut gegen den schnellen Davide Leikauf bestehen. Weiter vorne muss sich Simon Kohlen nach langer Verletzungspause weiter in Geduld üben, dafür nähert sich Ede Ungefug langsam wieder 100 Prozent. Nach Gelbsperre und Kurzurlaub in Miami ist Sven Raddatz wieder dabei.

(NGZ)