Fußball : Kapellen in Baumberg zu Gast

Mit der Heimniederlage gegen Bocholt hat sich Fußball-Niederrheinligist SC Kapellen unter Druck gesetzt. Bei den SF Baumberg sollte am Sonntag möglichst ein Sieg her, um nicht in die untere Tabellenhälfte abzurutschen.

Kapellen Die unnötige Heimniederlage gegen den 1. FC Bocholt beschäftigt Markus Anfang immer noch. "Wenn man so ein Spiel nicht gewinnt, dann darf man es wenigstens nicht verlieren", sagt der Trainer es Fußball-Niederrheinligisten SC Kapellen.

Dass seine Mannschaft gänzlich leer ausging, hat nämlich zu Folge, dass sie mit einer weiteren Niederlage am Sonntag bei den SF Baumberg erstmals in die untere Tabellenhälfte abrutschen könnte. Eine Region, die nicht auf Dauer zum Aufenthaltsort werden sollte, denn im ungünstigsten Fall müssen am Ende der Saison fünf Mannschaften in die Landesliga hinunter. Dann wäre Platz 14 der erste Abstiegsplatz.

Doch das ist noch weit weg, und bislang gibt es nur wenig Gründe anzunehmen, die Erftstädter könnten ernsthaft in Gefahr geraten. Wenn bislang ein Haar in der Suppe zu finden ist, dann in Form der ganz schwachen Ausbeute von vier Toren. "Es gehört zu den schwierigsten Aufgaben überhaupt, ein Rezept zu finden, um gegen gut organisierte Mannschaften Chancen herauszuspielen", weiß Ex-Profi Anfang.

Damit das gelingt, sind aus seiner Sicht viele Faktoren entscheidend. "Etwa Kreativität und Antizipation. Beides ist bei uns vorhanden, aber wir müssen unsere Möglichkeiten dann eben auch mal nutzen. Daran haben wir unter der Woche gearbeitet", verspricht der SCK-Trainer. Auch der zuletzt wieder verletzte Torjäger Lars Schuchardt konnte wieder mittrainieren, doch ob seine so sensible Hüfte tatsächlich einen Einsatz gegen Baumberg zulässt, ist fraglich.

Es mal mit dem aus der eigenen A-Jugend aufgerückten Georgios Madatsidis als Alternative für den in der Sturmspitze bislang glücklosen Eduard Ungefug zu versuchen, zieht der Anfang noch nicht in Erwägung. Nach einem dreiwöchigen Urlaub sei der Youngster körperlich noch nicht voll auf der Höhe.

Zu den Stärken des SCK gehört bislang die Defensivarbeit. Mit erst fünf Gegentoren ist Kapellen in dieser Hinsicht zusammen mit Tabellenführer Oberhausen das Maß der Dinge in der Liga. So kann es Anfang auch nicht beunruhigen, dass es jüngst gegen Bocholt auch Probleme in der Rückwärtsbewegung gab, aus der die beiden Treffer der Gäste resultierten. "Das waren individuelle Fehler, die in einer so jungen Mannschaft vorkommen können. Ich gehe davon aus, dass wir am Sonntag wieder voll konzentriert sind", sagt Anfang.

Das dürfte auch nötig sein, denn schon in der vorigen Saison mussten einige Kapellener schmerzhaft erfahren, wie schwer es sein kann, in Baumberg zu bestehen. Damals ging es ziemlich rustikal zur Sache. Allerdings haben die Hausherren an spielerischer Qualität zugelegt. Gabriel Czajor, vorige Spielzeit noch beim SCK, wechselte aus beruflichen Gründen in die Mannschaft von Trainer Frank Vollack. "Ein toller Junge mit Leidenschaft, Herz und Charakter, der immer versucht, fußballerische Lösungen zu finden", schwärmt Anfang. Wenn er ihn so gut kennt, hat er bestimmt auch schon eine Idee, wie Czajors Kreis eingeengt werden können.

(NGZ)
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