Kanutin Anna Faber (WSC Bayer Dormagen) debütiert auf großer Bühne

Kanu : Anna Faber debütiert auf der großen Bühne

Die Dormagenerin beendet ihre erste EM in der Leistungsklasse auf Rang 28.

(hynr) Eine ganz besondere Premiere feierte Anna Faber. Ihre erste Europameisterschaft der Leistungsklasse führte die Slalom-Kanutin des WSC Bayer Dormagen in die Pyrenäen, genauer gesagt auf den künstlichen Kanal in Pau. Auf der ehemaligen WM-Strecke von 2017 und dem Olympia-Stützpunkt der Franzosen kämpfte Faber erstmals im Teilnehmerfeld der Elite um die EM-Krone.

Dabei wurde Faber direkt ins kalte Wasser geworfen. Normalerweise startet die aufstrebende Dormagenerin noch bei der U23, profitierte jedoch als Nachrückerin von einem weiteren Startplatz im A-Team, da Vorjahressiegerin Ricarda Funk bereits gesetzt war. Zwar ist Faber keineswegs eine unerfahrene Newcomerin, doch in der Kanu-Weltelite auf einer ehemaligen WM-Strecke, die keine Konzentrationsschwächen zulässt, auf Anhieb ganz vorne mitzufahren, wäre an dieser Stelle auch etwas zu viel verlangt. So lieferte Faber einen äußerst soliden ersten Wettkampf ab und landete in der Endwertung auf dem 28. Platz.

Für die 23-Jährige ist es die erste EM-Platzierung ihrer noch jungen Karriere. „Es ist wirklich etwas komplett anderes, gegen die Großen zu fahren. Das Niveau ist sehr hoch. Ich weiß jetzt, woran ich arbeiten muss“, resümierte sie. „Ich muss an meiner Konstanz arbeiten, kleine Fehler kosten auch viel Zeit. Ich muss immer genau mit dem Wasser fahren.“ Besonnen und reflektiert wirkte die junge Dormagenerin nach ihrem ersten Auftritt auf der großen Bühne, von dem sie sich insgeheim einen anderen Ausgang versprochen hatte. „Ich hatte mir anfangs schon etwas mehr erhofft, aber die LK ist nicht zu vergleichen mit der Meisterschaften der U23“, kommentiert sie ihr Ergebnis. Pau war für Faber eine Erfahrung mehr in ihrer sportlichen Laufbahn, doch die Augen sind schon auf die nächsten Herausforderungen gerichtet.

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