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Kanuslalom: Marten Konrad vom WSC Bayer Dormagen will ins Nationalteam

Kanuslalom : Marten Konrad will ins Nationalteam

Die Dormagenerin Anna Faber hat die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Kanuslalom in Augsburg im Blick. In Slowenien belegt sie in einem starken Feld Rang sechs.

(sit) „Qualifikationswettkämpfe im Kanuslalom“, weiß Elsbeth Faber, Pressewartin des WSC Bayer Dormagen, „sind das Nervenzehrendste überhaupt, denn hier fällt die Entscheidung über die Mitgliedschaft in der Nationalmannschaft, zukünftige Förderung und Teilnahme an internationalen Meisterschaften.“ Für Marten Konrad begann diese Tortur im Kanupark Markkleeberg bei Leipzig – immerhin ganz erfolgreich: Nach zwei von vier Rennen besetzt er in einem eng beieinander liegenden Feld mit fünf leistungsstarken Konkurrenten den aussichtsreichen vierten Platz.

An beiden Wettkampftagen zog der Dormagener mit konzentrierten und technisch sauberen Läufen ins Finale ein. Dort überzeugte er im ersten Rennen insbesondere im oberen Teil der Strecke mit „einem perfekten Lauf“, so sein Trainer David Krajnic. Zwei Torberührungen, die zweite am letzten Tor, ließen ihn am Ende aber noch vom zweiten auf den sechsten Platz zurückfallen. Besser lief es am Tag darauf: Das Halbfinale beendete er mit Bestzeit auf Rang eins und im Endlauf war er noch mal knapp zwei Sekunden schneller. Nach zwei Torberührungen blieb ihm schließlich Platz drei.

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Dass sich Konrad vom sechsten Platz zum Auftakt nicht hatte beirren lassen und sein Ergebnis zu verbessern wusste, obwohl er auch damit nicht ganz zufrieden gewesen sei, imponierte Elsbeth Faber. „Da hat er wieder einmal große Nervenstärke bewiesen. Vor den in zwei Wochen in Augsburg stattfindenden Wettkämpfe ist für ihn noch alles offen, kann er unter die besten drei Sportler kommen, die die Nationalmannschaft bilden.“

In Augsburger Eiskanal finden auch alle vier Qualifikationsläufe der Leistungsklasse statt. Hier entscheidet sich, wer im Juli an den Weltmeisterschaften am gleichen Ort teilnehmen darf – 50 Jahre nach den Olympischen Spielen in München. Anna Faber machte sich dafür beim internationalen Ranglistenrennen im slowenischen Tacen bei Ljubljana fit. In einem stark besetzten Feld legte die Dormagenerin zwei gute Läufe ins wilde Wasser. Als Sechste gehörte sie zum Spitzenfeld mit Eva Tercelj (Weltmeisterin 2019), Elena Lilik (Vizeweltmeisterin) und Ricarda Funk (Weltmeisterin und Olympiasiegerin). Mutter Elsbeth Faber: „Nach ihrer Coronaerkrankung bewies sie damit ihre Formstärke für die Ausscheidungsrennen.“

Wer Kanuslalom mal hautnah miterleben möchte, ist am Wochenende an der Erft bei Gut Gnadental genau richtig. Dort stehen Samstag und Sonntag nämlich die Westdeutschen Meisterschaften in allen Altersklassen auf dem Programm.