Basketball : Kangaroos schlagen Elephants

Beim 85:100 in Iserlohn fehlt es Basketballern aus Grevenbroich an Disziplin.

Gegen die Spitzenteams der Basketball-Regionalliga West sehen die NEW Energie Elephants weiter kein Land. Auch beim Tabellenzweiten Iserlohn Kangaroos setzte es eine 85:100-Niederlage (Halbzeit 39:40). "Letztlich geht der Iserlohner Sieg in Ordnung, mit etwas mehr Disziplin hätten wir jedoch mehr erreichen können", bilanzierte der spielende Co-Trainer Martin Esters, der in Vertretung seines kranken Chefs Hartmut Oehmen das Coaching übernommen hatte.

In der Tat wären die heimstarken Kangaroos, die noch im ersten Viertel zudem ihren Bundesliga erfahrenen Scharfschützen Kristof Schwarz (verdrehte sich böse das Knie) verloren, zu schlagen gewesen. Im Angriff fehlte es dem Grevenbroicher Spiel indes an Struktur. Das lag zum einen an Dimitar Roshmanov, dessen fehlerhaftes Aufbauspiel zu zahlreichen Ballverlusten und zu überhasteten Abschlüssen führte, zum anderen aber auch an seinen Teamkollegen, die irgendwie verkrampft wirkten. Davon ließ sich selbst der ansonsten so abgezockte Topscorer Tim Pierce anstecken. Im Duell mit seinem wesentlich prominenteren Landsmann Gregory Baker (31 Punkte/11 Rebounds) zog der US-Amerikaner, für den am Ende 26 Zähler (3/11 Dreier) zu Buche standen, den Kürzeren. Esters: "Ihm fehlte die sonst in großem Maße gegebene Leichtigkeit."

Für die Elephants spricht, dass sie neben Pierce in Dimitar Roshmanov (14), Simon Bennett (13), Raed Mostafa (12) und Marvin Kruchen (10) vier weitere Akteure in zweistellige Punkteregionen brachten. Für Iserlohn trafen nach Baker, der Litauer Vytautas Nedzinskas (13), Olaf Rostek (15), Ruben Dahmen (12) und Fabian Bleck (11) am häufigsten.

Weiter geht es für die Elephants bereits am Mittwoch, wenn im Viertelfinale des WBV-Pokals die SG Sechtem in Gustorf gastiert.

(sit)