Herrenshoff-Ost: Kanalanschluss für Einzelhäuser

Herrenshoff-Ost : Kanalanschluss für Einzelhäuser

Der gemeinsame Werksausschuss der städtischen Eigenbetriebe nahm in jüngster Sitzung die erstellte Planung zum Neubau der Druckentwässerung "Herrenshoff-Ost", Willicher Straße zustimmend zur Kenntnis. Hierbei geht es um zwölf Einzelanwesen im Bereich der Willicher Straße, die noch nicht an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen sind. Die Untere Wasserbehörde beim Kreis Neuss hatte die Stadt aufgefordert, hier zum Schutz des Grundwassers tätig zu werden.

Aufgrund einer Variantenuntersuchung, so Kochs, werde zur Entsorgung des anfallenden Schmutzwassers ein Druckentwässerungssystem eingerichtet. An einer Sammeldruckleitung sind dabei die Hausanschlussdruckleitungen der einzelnen Grundstücke angeschlossen. Tauchmotorpumpen, die mit integrierten Zerkleinerungseinrichtungen arbeiten, transportieren das Wasser. "Am Schacht 677.0", so Kochs weiter, "wird das geförderte Abwasser in die vorhandene Schmutzwasserkanalisation übergeben."

Geruchsprobleme durch lange Aufenthaltszeiten des Abwassers sollen durch eine Druckluftspülstation behoben werden, die in regelmäßigen Abständen die Rohrleitung freispült. Eine reine Freigefälleleitung, so Kochs, sei aufgrund der topographischen Lage nicht möglich. Die Investitionskosten für die notwendigen Pumpstationen würden das ökonomisch Zumutbare übersteigen. Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf 273.000 Euro, von denen die Stadt 249.000 Euro tragen wird.

Auf die zwölf Grundstückseigentümer kommen Kosten von rund 24.000 Euro zu. Da der geplante Kanalanschluss an der Willicher Straße wie schon zuvor am Neersener Weg teilweise Unverständnis und Verbitterung hervorgerufen hatte, soll nun noch vor den Sommerferien eine Informationsveranstaltung stattfinden. Stein des Anstoßes bei den vorangegangenen Diskussionen war die Tatsache, dass die Anwohner vor Jahren bei der Installation der Versickerungsanlage erhebliche Unkosten abzudecken hatten. Thomas Kochs, wie auch der Ausschuss-Vorsitzende Peter Esser (CDU), gaben jedoch im Ausschuss deutlich zu verstehen, dass die Stadt die Forderung der Unteren Wasserbehörde nicht ignorieren könnte. pm

(NGZ)
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