In zwei Wochen rollen die Bagger zum Scheulenbend: Kanal wird für 1,6 Millionen Mark saniert

In zwei Wochen rollen die Bagger zum Scheulenbend : Kanal wird für 1,6 Millionen Mark saniert

Der Bagger kommt nach Jüchen: Ab Mitte Juni wird von Scheulenbend über Valderweg bis zur Weyerstraße der Kanal saniert. Auf viereinhalb Monate sind die Arbeiten terminiert. Kosten: 1,6 Millionen Mark. Ende vergangenen Jahres wurden die Weichen für das Projekt gestellt. "Schlechtes Material und hydraulische Gründe - das Abflussvermögen der Rohre war nicht mehr ausreichend", nennt Markus Alles vom Abwasserbetrieb die Ursachen für die Sanierung. Für rund 1,6 Millionen Mark soll der Kanal zwischen dem Scheulenbend und der Weyerstraße saniert werden. Ab Mitte Juni werden die Bagger erwartet, sie werden bis Ende Oktober im Einsatz sein. NGZ-Foto: M. Reuter -->

Der Bagger kommt nach Jüchen: Ab Mitte Juni wird von Scheulenbend über Valderweg bis zur Weyerstraße der Kanal saniert. Auf viereinhalb Monate sind die Arbeiten terminiert. Kosten: 1,6 Millionen Mark. Ende vergangenen Jahres wurden die Weichen für das Projekt gestellt. "Schlechtes Material und hydraulische Gründe - das Abflussvermögen der Rohre war nicht mehr ausreichend", nennt Markus Alles vom Abwasserbetrieb die Ursachen für die Sanierung. Für rund 1,6 Millionen Mark soll der Kanal zwischen dem Scheulenbend und der Weyerstraße saniert werden. Ab Mitte Juni werden die Bagger erwartet, sie werden bis Ende Oktober im Einsatz sein. NGZ-Foto: M. Reuter -->

Erste Station wird der Vorflutbereich im Scheulenend in Höhe der alten Kläranlage sein, dann werden die Rohre in Richtung Valderweg erneuert. Ab dem Bereich Scheulenbend./.Valderweg wird der Regen- und Schmutzwasserkanal in Höhe der Hausnummern 1 bis 11 vorgesehen. Abgeschlossen werden die Arbeiten an der Einmündung der Fallerstraße. "Die Sanierungsarbeiten dauern deswegen so lange, weil die alten Rohre entfernt werden und an gleicher Stelle in anderer Tiefe wieder neue verlegt werden", erläutert der Abwasser-Experte. "Die Baugruben werden sich also jeweils über mehrere Meter erstrecken." Während für die Fußgänger Bretter gelegt werden können, heißt es für den Autoverkehr aber "Stop".

Auch der Lieferverkehr muss dann auf die ausgeschilderten Umleitungen ausweichen, da die einzelnen Straßenabschnitte gesperrt werden. "Für die Bewohner wollen wir die Behinderungen so gering wie möglich halten", betont Alles. Begonnen wird jetzt mit der Einrichtung der Baustelle und von Schlitzen, um zu prüfen, wo die anderen Leitungen verlaufen. Dies ist bereits das zweite Projekt unter dem Motto Kanalsanierung, das zurzeit in der Gemeinde verfolgt wird. Auch in Bedburdyck wird für vier bis sechs Millionen Mark eine Rückstau- und Filteranlage realisiert. Hier hat sich die Gemeinde ein Stück vom Euroga-Förderkuchen gesichert. So soll zum Beispiel Schloss Dyck eines der Leuchtturm-Projekte werden. Ziel ist es, das Gebiet des Jüchener Baches hinter Bedburdyck in Richtung Aldenhoven ökologisch aufzuwerten.

Der Bach soll sein gerades Flussbett gegen eine kurvenförmige, größere Lagerstatt tauschen. So wird zum einen die Wasserqualität verbessert, zum anderen Raum für eine gesunde Pflanzenwelt geschaffen werden. Am Uferrand kann eine Bachaue entstehen. Verbunden mit dem ökologischen Projekt ist der Neubau einer Rückstau-Anlage, die außerhalb von Bedburdyck geplant ist. "Sie besteht aus einem Regenüberlaufbecken mit 1,80 Meter Durchmesser und einem Regenrückhaltebecken mit integriertem Retentionsfilter", erläutert Markus Alles. Bei starken Regenfällen solle das Schmutzwasser, das die Kanäle nicht mehr fassen können, nicht in den Jüchener Bach abgeleitet werden. Auf rund 1,5 Kilometern Länge müssen von der Bruchstraße in Stessen bis zum Bendweg in Bedburdyck neue Kanalrohre verlegt werden. Dagegen hatten die Anwohner protestiert. busch

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