Jüchen : Kabarett wird teurer

Die Abos für die Kulturveranstaltungen der Gemeinde Jüchen werden teurer. Dafür soll es acht Kabarettabende geben. Im Kulturausschuss wurde gestern ein positives Zwischenfazit der laufenden Veranstaltungsreihe gezogen.

Um gut zehn Prozent wird der Abopreis für acht Kabarettveranstaltung erhöht. Der Kulturausschuss der Gemeinde Jüchen stimmte gestern Abend einstimmig einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung zu. "Mit dieser Erhöhung werden die steigenen Kosten für Künstler und Technik gedeckt", erklärt Gemeindesprecher Norbert Wolf die Erhöhung. Das Konzept mit acht Veranstaltungen an zwei Standorten bleibt gleich. Die steigende Zahl der Abo-Kunden gibt der Verwaltung Recht.

Foto: Matzerath, Ralph

Für das laufende Kabarettprogramm wurden 368 Abo-Karten (312 im Vorjahr) für die Peter-Giesen-Halle und 208 (184) Abos für die Veranstaltungen im Foyer der Realschule verkauft. "Die erfreulich große Anzahl der verkauften Dauerkarten verdeutlicht, dass das Konzept bei den Besuchern sehr positiv aufgenommen wurde", sagt Wolf. Trotz knapper Kassen will die Gemeinde daher weiter in die Kulturveranstaltungen investieren – 60 000 Euro stehen Kulturamtsleiter Bernhard Krahwinkel zur Verfügung, sollte der Rat am 26. April den gestern gefassten Beschluss des Ausschusses bestätigen.

Zwei Namen werden für 2013 derzeit im Kulturamt besonders heiß gehandelt. Der Altmeister des politischen Kabaretts, Volker Pispers, und Comedian Bernhard Hoecker stehen ganz oben auf Krahwinkels Wunschliste. Stimmt der Rat dem Kulturetat zu, wäre eine Unterschrift der Künstler wohl nur noch Formsache

Mit diesem Geld werden aber nicht nur die Kabarettstars nach Jüchen gelotst. Am 13. Januar werden die Concert Band des Jüchener Gymnasiums und des Bamberger Salonorchester beim Neujahrskonzert spielen. Die traditionelle Veranstaltung ist allerdings ein Sorgenkind. Mit nur 160 Besuchern im Januar war das diesjährige Konzert deutlich schwächer besucht als in den Vorjahren. "Für das kommende Jahr wollen wir stärker werben, mehr Besucher anlocken", sagt Wolf. Auch die Unterstützung für das Niederrheinische Musikfestival an Schloss Dyck bleibt bestehen: 3500 Euro investiert die Gemeinde in diese Veranstaltung.

Kein Zuschuss für Martinszüge

Der Kulturausschuss musste gestern aber auch eine bittere Pille schlucken. Der Zuschuss in Höhe von 6000 Euro für kulturelle Veranstaltungen wie Martinszüge oder den Volkstrauertags sind im Rahmen den Haushaltskonsolidierung gestrichen worden. Betroffen sind auch die Büchereien der Gemeinde. Dennoch soll es auch 2013 einen Mundartabend, den Ostermarkt und den Martinsmarkt geben. "Die Mittel für diese Veranstaltungen sind im Gesamtetat von 60 000 Euro bereits berücksichtigt", sagt Wolf.

(NGZ)