Fußball-Kreisliga A : Hoistens Jungspunde haben Wende geschafft

Die KIcker der DJK Hoisten sind vom Abstiegskandidaten zum Mittelfeldkandidaten geworden. Das junge Team besitzt viel Potenzial, gibt sich manchmal aber auch noch nicht clever genug.

Die DJK Hoisten präsentiert sich in der laufenden Saison in einer ganz anderen Verfassung. Von dem designierten Absteiger der vergangenen Spielzeit war bis zur Corona-Unterbrechung nichts mehr zu sehen. Hoisten hat den Turnaround in der Sommerpause geschafft.

Saisonverlauf Als klarer Abstiegskandidat ging die DJK Hoisten in die neue Saison, doch schon nach vier Spieltagen zeigte sich, dass Hoisten eine Wandlung vollzogen hat. Auf eine knappe Auftaktpleite gegen den VfR Neuss (3:4) folgten drei Siege gegen die SG Kaarst (3:0), den TuS Hackenbroich (3:1) und den SV Bedburdyck/Gierath (3:2). Nach einer kurzen Schwächephase mit Pleiten gegen den VfR Büttgen (1:4) und den SV Glehn (0:4) feierte Hoisten ein Remis gegen den SVG Grevenbroich (2:2) und einen Sieg gegen den SC Kapellen II (2:1). Gegen Tabellenführer Grimlinghausen gab’s dann zwar noch eine 0:3-Pleite, doch zum Abschluss durfte Hoisten wieder jubeln. Ein 2:1 gegen den SV Rosellen steht zu Buche.

Das war gut Im Vorjahr wäre Hoisten eigentlich abgestiegen. Mit 13 Punkten stand die Germania am Tabellenende. In dieser Saison holte das Team in zehn Spielen schon 16 Punkte und damit mehr als in der Abbruchsaison in 19 Partien. „Wir sind viel ruhiger geworden. Das Team hält richtig gut zusammen“, berichtet Trainer Marcus Schwarz. Die Störfeuer der vergangenen Spielzeit seien entfernt worden, die schlechte Stimmung in der Mannschaft ist passé. „Wir hatten Zeit, uns weiterzuentwickeln“, so Schwarz. Für Hoisten war der Abbruch in der zurückliegenden Spielzeit so gesehen ein „Segen“.

Das war schlecht Mit einem Durchschnittsalter von 21,71 Jahren hat die DJK Hoisten den jüngsten Kader der Kreisliga A. Das macht sich allerdings auch manchmal auf dem Feld bemerkbar. „Wir sind teilweise einfach noch nicht clever, nicht erfahren genug“, meint Trainer Marcus Schwarz. Hoisten ist noch zu grün hinter den Ohren, aber das ist für eine solch junge Truppe eben ganz normal.

Personal In Oscar Schwarz ist ein ganz wichtiger Spieler nach seinem Afrika-Aufenthalt zurück im Team. Der Angreifer hat mit acht Treffern und drei Vorlagen einen großen Anteil daran, dass Hoisten deutlich besser dasteht. „Zu wissen, dass da vorne einer ist, der sich durchsetzen und den Ball auch mal reinmachen kann, das hilft den Mittspielern enorm“, so Schwarz. Nach der Corona-Pause sollte dann auch Jonas Tenberken nach seinem Meniskusschaden wieder dabei sein. Zudem kommt Anton Rutkovski vom SC Kapellen II zurück nach Hoisten.

Ausblick Trotz der guten Ausgangsposition warnt Trainer Marcus Schwarz. „Wir wiegen uns nicht in Sicherheit“, so Schwarz, der trotzdem mit voller Überzeugung vom Klassenerhalt ausgeht. „Ich glaube, dass wir jetzt von Jahr zu Jahr stärker werden“, sagt Schwarz mit Blick auf die zahlreichen Jungspunde in seiner Truppe.