Julia Rennert ist eines der größten Tennis-Talente im Rhein-Kreis Neuss

Tennis : Aus Gnadental nach Paris und Wimbledon ...

Julia Rennert ist eines der größten Tennis-Talente im Rhein-Kreis Neuss. Die 18 Jahre alte Abiturientin träumt von einer Profi-Karriere.

Die sportliche Geschichte von Julia Rennert beginnt im zarten Alter von sechs Jahren, als sie anfängt, für den TC Gnadental zu spielen. Schnell merkte ihr Trainer Michael Hohensee, dass mehr in dem netten und freundlichen Mädchen steckte als eine durchschnittliche Hobbyspielerin. Auch Gerd Korhammer, 1. Vorsitzender des TC Gnadental, erinnert sich an die sportlichen Anfänge Rennerts: „Sie ist sehr strebsam und war ihrem Alter technisch voraus.“ Nach ungezählten Trainingsstunden, -partnern und Turnieren hofft das Talent nun, in der professionellen Welt des Tennissports Fuß zu fassen. Keinesfalls eine leichte Aufgabe.

Zusammengefasst muss sie zwei anspruchsvolle Kriterien erfüllen:Um professionell aktiv zu sein, irgendwann sogar vom Sport leben zu können, muss ein Athlet einerseits das sportliche Talent mitbringen, andererseits müssen engagierte Sponsoren mit an Bord sein. Korhammer bringt es im Fall Rennerts auf den Punkt: „Das elterliche Engagement kennt Grenzen, denn das Ganze wird schnell sehr teuer.“ Hinsichtlich ihres Talents macht sich der Vorsitzende keinerlei Sorgen, im finanziellen Bereich hofft er allerdings auf weitere Sponsoren, die an die Nachwuchssportlerin glauben. Schließlich hat Julia Rennert, die nach einem Zwischenstopp in Moers nun für den Marienburger SC spielt, in der vergangenen Sommersaison ihr Können eindrucksvoll bewiesen. Der Top-Spielerin gelang es, mit der in Köln ansässigen SC-Mannschaft in die Erste Bundesliga aufzusteigen – und mit gerade einmal mit 18 Jahren. „Es war sehr schön für mich, mit der Mannschaft zu gewinnen und den Aufstieg zu schaffen“, erzählt die Leistungsträgerin des Zweitliga-Meisters über die vergangenen Monate.

Mit dem Bundesliga-Aufstieg warten zukünftig stärkere Gegnerinnen auf Rennert, die sich für die anstehenden Herausforderungen vorbereitet. In Gnadental und Köln, meist auf den Anlagen des TVM, helfen ihr dabei Verbandstrainer Alexander Flock und DTB-Konditionstrainer Mike Diehl. „Tennis hat einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben. Ich trainiere täglich und arbeite an mir“, sagt Rennert. Auch Korhammer unterstreicht die zentrale Bedeutung der Vorbereitung: „Du musst sehr viel üben, die Technik muss unterbewusst werden. Bei Marienburg trainiert sie mit einer starken Mannschaft. In Gnadental haben wir eine Anlage und eine Halle, da ist Julia bei uns immer willkommen.“

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In den kommenden Wochen hat Rennert klare Ziele vor Augen: „Ich will in der Rangliste aufsteigen, das möchte ich bei nationalen und auch internationalen Turnieren verändern.“ Ebenfalls auf dem Programm steht das Heimturnier des Marienburger SC, auf das sich die 18-Jährige besonders freut. Was Rennerts langfristige Pläne angeht, gibt sie sich bescheiden: „Ich setzte mir noch kein konkretes Ziel, mache mir keinen Druck, sondern will einfach das Maximum rausholen. Irgendwann mal Wimbledon wäre schön, aber noch denke ich nicht daran.“ Korhammer ist überzeugt, dass es Rennert irgendwann einmal zu den Grand-Slam-Turnieren schaffen kann: „Sie ist auf einem guten Weg. Körper und Geist sind bereit.“

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