Jüchen: Jugendtreffs sind beliebt

Jüchen: Jugendtreffs sind beliebt

Die zehn Jugendeinrichtungen in der Gemeinde Jüchen werden insgesamt gut angenommen. 385 Kinder und Jugendliche gehen regelmäßig dorthin. Das sind laut einer Studie doppelt so viele wie im Landesdurchschnitt.

Die Zahl der Kinder und Jugendliche sinkt, das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt. Trotz dieser Tendenzen wird sich am Engagement des Kreisjugendamts inJüchen nichts ändern. Dies geht aus dem kürzlich vom Jugendhilfeausschuss des Rhein-Kreises Neuss beschlossenen Jugendförderplan hervor, der bis zum Jahr 2014 gelten soll. Eine erfreuliche Nachricht: Die Jugendangebote in der Gemeinde kommen bei den Kindern und Jugendlichen gut an, wie Wilfried Bodewein vom Kreisjugendamterklärt.

In der Gemeinde Jüchen gibt es zurzeit zehn Jugendeinrichtungen. Drei davon, zum Beispiel das "A 3" in Jüchen, werden in hauptamtlicher Regie geführt. Große Bedeutung haben die insgesamt mehr als 80 Ehrenamtler. Sie sorgen dafür, dass die Jugendzentren an 89 Stunden in der Woche geöffnet sind. Davon entfallen rund 14 Stunden auf das Wochenende.

Zahlreiche "Stammgäste"

Was das Jugendamt nach Bodeweins Worten besonders freut: Das Angebot wird im Landesvergleich überdurchschnittlich gut angenommen. 385 regelmäßige Stammgäste wurden für die Jugendtreffs in Jüchen ermittelt, was für die Altersklasse der sechs bis 18 Jahre alten Kinder und Jugendlichen immerhin einen Anteil von 12,5 Prozent ausmacht.

Eine Untersuchung der Universität Dortmund hat ergeben, dass der Landesdurchschnitt mit sechs Prozent nicht einmal die Hälfte des in Jüchen erzielten Werts beträgt. In Jüchen kommen zu den "Stammkunden" noch einmal 205 unregelmäßige Besucher hinzu. Bei "Events" wie "Jüchen rockt" im vergangenen Jahr konnten auch schon mal 900 Jugendliche gezählt werden. Wie Wilfried Bodewein vom Kreisjugendamt jetzt im Schul- und Jugendausschuss deutlich machte, will das Jugendamt die bisherigen Angebote "erhalten und absichern" Zugleich sollen jedoch weitere "Anreize für die weitere Öffnung und Vernetzung" der Jugendeinrichtungen geboten werden.

Auch sonsten sind die Angebote des Kreisjugendamts in der Gemeinde begehrt: Immerhin jedes fünfte Jüchener Kind ist bei Ortsranderholungen, Ferienfahrten und ähnlichen Aktionen mit von der Partie.

Gute Nachrichten hat Kreisjugendamtsmitarbeiter Wilfried Bodewein auch für die Träger von Jugendeinrichtungen — in erster Linie dei Kirchen. Nachdem die Fördersätze für sie seit dem Jahr 1996 nicht mehr erhöht worden sind, sollen sie jetzt "moderat angehoben werden", wie Bodewein sagte.

Zuschüsse bei Jugendkulturveranstaltungen, die bisher bei 900 Euro lagen, sollen nun 1200 Euro betragen. Die Betriebskostenpauschale für ehrenamtlich betriebene Treffs steigt von 1800 auf 2000 Euro im Jahr, und auch bei den drei hauptamtlichen Zentren wird der Zuschuss für die Gebäudekosten von 35 auf nun 45 Euro pro Quadratmeter und Jahr erhöht.

(NGZ)