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Jüchen: Jugendliche besuchten Partnerstadt Leers

Jüchen : Jugendliche besuchten Partnerstadt Leers

Sonnenverwöhnt und müde von sieben Tagen in der Partnerstadt Leers kehrten 22 Jüchener vom deutsch-französischen Jugendcamps zurück. 2014 steht der Gegenbesuch an.

Am Wochenende hieß es Abschied nehmen: Nach einer spannenden Woche in der Partnerstadt Leers machten sich die 22 Jugendlichen gemeinsam mit Betreuerin Yvonne Hutmacher wieder auf die Rückreise nach Jüchen. Marius Küppers war zum ersten Mal mit dabei: "Die Jugendlichen in Leers sind wirklich nett und haben uns toll aufgenommen", sagte der 16-Jährige. Er würde gerne noch einmal mitfahren — auch wenn das Camp für Jugendliche bis 16 Jahre gedacht ist. "Das Wetter war schön, aber am besten hat mir das Lasergame gefallen." Das ist bereits eine Tradition des Jugendcamps und Höhepunkt für alle Teilnehmer.

"Nur Zelte aufstellen, damit konnten wir keinen Teilnehmer aus Jüchen anlocken", sagte Stefan Bredt vom Gemeindejugendring. "Deshalb stellen wir jedes Mal ein umfangreiches Programm auf die Beine, denn auch die Jugendlichen vor Ort sollen Freude daran haben, mitzumachen. Nur so erfüllt das Jugendcamp den Zweck des Austausches." Auch in diesem Jahr kamen die Anmeldungen nur schleppend an. "Am Anfang machen wir uns immer Sorgen, dass das Jugendcamp ins Wasser fällt. Doch dann trat der Idealfall ein: Es meldeten sich kleine Cliquen oder Geschwister mit ihren Freunden an", so Bredt.

In Leers erwarteten 15 Franzosen die Jugendlichen aus Jüchen. "Das ist keine Überraschung, denn die Kommune ist nur halb so groß wir unsere Gemeinde", meint der Chef des Gemeindejugendrings. Das Programm versprach viel Spaß für alle Teilnehmer: Wegen des sommerlichen Wetters legte die Gruppe einen Strandtag in Oostende ein — statt Muscheln haben sich einige einen Sonnenbrand als Souvenir mitgebracht. Weiterhin besuchten die Jugendlichen mit ihren Betreuern einen Freizeitpark in Belgien, gingen auf Einkaufstour in Lille und wurden zu verschiedenen Aktionen im Leerser Jugendzentrum eingeladen.

"Die Stadt Lille ist wirklich schön, dort gibt es tolle Geschäfte und Cafés", sagte Denise Meurer (16). Sie ist bereits zum zweiten Mal mitgefahren und hat während der Woche in Leers nicht nur bekannte Gesichter wiedergesehen, sondern auch neue Freunde gefunden. "Wir stehen aber auch so in regem Kontakt, über Facebook oder Whats App."

In den kommenden zwei Jahren will der Gemeindejugendring die Zeit des Aufenthalts von sieben auf fünf Tage verkürzen, denn die Betreuer, die seit Jahren dabei sind, treten in das Berufsleben ein. "Sie müssen Sonderurlaub beantragen, um beim Camp dabei zu sein. Da sind fünf Tage von Montag bis Freitag besser zu bewerkstelligen", weiß Bredt. "Das werden wir zwei Jahre lang ausprobieren und dann sehen, wie es weitergeht."

(vest)