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Jugendhandball: TSV Bayer Dormagen zerlegt die SG Flensburg/Handewitt

Jugendhandball : Dormagen zerlegt SG Flensburg/Handewitt

Die A-Jugend-Handballer des TSV Bayer Dormagen gehen mit einem Acht-Tore-Polster ins Viertelfinal-Rückspiel der Deutschen Meisterschaft.

Damit hatte selbst der Cheftrainer nicht gerechnet. Daheim am  Live-Stream von Sportdeutschland.TV verfolgte der an Corona erkrankte David Röhrig mit wachsender Begeisterung, wie die von Peer Pütz gecoachten A-Jugend-Handballer des TSV Bayer Dormagen im ersten von zwei Viertelfinalspielen der Deutschen Meisterschaft den gastgebenden Nachwuchs der SG Flensburg-Handewitt nach allen Regeln der Kunst in seine Einzelteile zerlegten. Nach dem berauschenden 40:32-Erfolg (Halbzeit 19:16) sagte er glücklich: „Wie gut das im Angriff gelaufen ist, hat mich positiv überrascht.“

Über die starke Deckung mit dem hinterher zum Spieler der Partie gewählten Schlussmann Jonas Bang bekamen die Gäste früh Oberwasser und bauten den Vorsprung über 6:3 (12. Minute), 9:4 (16.) und 12:6 (21.) bis zur ersten Sieben-Tore-Führung (15:8/24.) kontinuierlich aus. Zwar kamen die vom Schweden Mikael Helmersson angeführten Flensburger bis zur Pause noch einmal auf 16:19 heran, doch ihre Hoffnungen auf die Wende beendeten Max Hinrichs, Lennart Leitz und Alexander Schoss mit drei schnellen Treffern zum 22:16 (34.), so dass SG-Coach Michael Jacobsen zur Grünen Karte griff, um seine Schützlinge in einer Auszeit wieder in die Spur zu bringen. Vergeblich.

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Klug gesteuert vom variablen Rückraum mit Sören Steinhaus und Moritz Köster entfachten vor allem die Außen Maximlian Hinrichs (7) und Lennart Leitz (10), die zusammen 17 Tore erzielten, ein wahres Feuerwerk. Und auch das Zusammenspiel mit den Kreisläufern Aron Seesing und Christian Wilhelm, die sich noch am Abend zuvor in der Zweitliga-Mannschaft des TSV mit aller Macht gegen die Niederlage in Hamm gestemmt hatten, lief wie geschmiert. Sogar ein noch deutlicherer Sieg war möglich. Schoss traf vier Minuten vor Schluss zum 39:29.

Da blieb auch dem Gegner nur Bewunderung übrig: „Der TSV spielt super“, sagte Jacobsen. Mit dem Auftritt seines Teams war der Coach dagegen alles andere als zufrieden: „Wir haben nach der dreiwöchigen Vorbereitung nicht das gezeigt, was wir können.“ Die Hoffnung auf den Einzug ins Halbfinale hat er dennoch nicht aufgegeben, glaubt er doch, den wunden Punkt bei den Dormagenern entdeckt zu haben: „Wenn der Innenblock Seesing/Wilhelm am Samstag gegen Emsdetten in der 2. Liga spielen muss, werden die beiden am Sonntag müde sein.“

Das könnte im Rückspiel (13 Uhr, Ostermann-Arena in Leverkusen) in der Tat zum Problem werden, befürchtet Röhrig. „Da müssen wir genau draufschauen. In der Kürze der Zeit hat sich im Innenblock noch keine Alternative etabliert.“ Und weil er weiß, „dass es selbst in der Champions League immer schon mal wieder vorkommt, das so was noch gedreht wird“, fordert er: „Wir müssen in diese Partie genauso reingehen wie in Flensburg, so dass der Gegner erst gar nicht daran denkt, hier was holen zu können.“ Auch Pütz, der wie schon in Flensburg auf der Bank sitzen wird, mahnt: „Acht Tore Vorsprung und 40 Auswärtstore sind eine gute Ausgangsposition, aber wir sind noch nicht durch. Wir müssen im Rückspiel genau so konzentriert sein wie in Flensburg.“ Auflaufen kann dann womöglich der in der Winterpause aus Essen nach Dormagen gewechselte Florian Träger.

Dormagen: Bang; Rehfus (2), Hinrichs (7/1), Wolfram, Wilhelm (2), Köster (5), Leitz (10), Lincks (1), Seesing (4), Steinhaus (5), Werschkull, Schoss (4).