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Jugend-Handball: Das Beste vom Besten beim TSV Bayer Dormagen

Topsport in Dormagen : Jugend-Handball: Das Beste vom Besten

Die männliche A- und die B-Jugend spielt am Wochenende in Dormagen ihre Deutschen Meister aus. Dabei geht es zweimal gegen die Füchse Berlin Reinickendorf.

(sit) Mehr und besserer Jugend-Handball geht einfach nicht – und das quasi vor der eigenen Haustür: Am Wochenende richtet der TSV Bayer Dormagen das Final-Four-Turnier der B-Jugend aus. Und die A-Jugend ermittelt ihren Deutschen Meister ebenfalls im TSV Bayer Sportcenter. Auf diese Weise stehen am Samstag und Sonntag fünf Spiele auf dem Programm. Aufgrund der positiven Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz können bis zu 1000 Handballfans vor Ort dabei sein.

Bemerkenswert: Die „Jung-Wiesel“ vom Höhenberg sind in Dormagen die einzige Nachwuchsvertretung  eines Zweitligisten, die den Einzug ins DM-Finale anstrebt. Bei den übrigen Teilnehmern handelt es sich jeweils um die B-Jugend der Erstliga-Klubs Füchse Berlin, Rhein-Neckar Löwen und MT Melsungen. Im ersten Halbfinale kommt es dabei wiederum zu einem Vergleich zwischen dem TSV Bayer Dormagen und den Füchsen Berlin Reinickendorf. In der A-Jugend standen sich die Klubs am Montag im Final-Hinspiel um den DM-Titel in der Bundeshauptstadt gegenüber. Während in dieser Altersklasse aufgrund des deutlichen 38:25-Heimerfolges der Spree-Handballer bereits eine Vorentscheidung gefallen ist, hofft Dormagens B-Jugend-Coach Peer Pütz natürlich auf einen anderen Ausgang: „Die Berliner besitzen auch eine körperlich starke B-Jugend, deshalb gehen wir sicher nicht als Favorit in die Begegnung. Aber natürlich werden wir in heimischer Umgebung alles versuchen, um gegen die kompakte 6:0-Abwehr des Kontrahenten gute spielerische Lösungen zu finden.“

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Die Dormagener können fast in Bestbesetzung antreten, nur Jakob Speth steht nicht zur Verfügung. Der starke Rückraumspieler hatten bei seinem Einsatz für die A-Jugend gegen TuSEM Essen einen Kreuzbandriss erlitten. „Er fehlt uns, aber wir mussten auch schon in der Folge ohne ihn auskommen“, sagt Pütz. Sollten seine Schützlinge ins Finale kommen, wäre ihm der Gegner egal: „Alle Mannschaften, die im Halbfinale stehen, haben ihre Qualitäten. Wir konzentrieren uns daher nur auf uns.“

Für die A-Jugend steht das letzte Spiel ihrer überaus erfolgreichen Saison am Sonntag (Anwurf 16 Uhr) auf dem Plan. Vorher blickt Trainer David Röhrig noch mal zurück auf den misslungenen Wochenanfang: „Ein, zwei Tage hing das Ergebnis des Hinspiels in den Köpfen. Klar, alle waren enttäuscht darüber, dass wir so deutlich dominiert wurden.“ Letztlich wüssten jedoch alle, fügt er an, dass eine Deutsche Vizemeisterschaft sich durchaus sehen lassen könne. Für ihn steht außer Frage, dass sich seine talentierte Truppe so aus der Saison verabschieden werde, „wie sie es sich selber schuldig ist: mit einer Topleistung! Die Mannschaft wird noch einmal alles versuchen, um die Füchse am Sonntag zu schlagen.“

Trotz des lockeren Kantersieges seiner Mannschaft legte sich Berlins prominenter Trainer Bob Hanning schon unmittelbar nach dem Schlusspfiff fest: „Hier standen sich die zwei besten Mannschaften des Jahres in Deutschland gegenüber. Auch wenn wir deutlich gewonnen haben, Dormagen hat das stark gemacht, hat tolle Spieler. Am Ende haben wir die Fehler der Dormagener bestraft.“ Von seiner Klassemannschaft einen möglichst hohen Vorsprung herauspielen zu lassen, sei ihm deshalb so wichtig gewesen, „weil drei meiner Spieler am Samstag vor dem Rückspiel noch gefordert sind. Sie wollen mit dem VfL Potsdam in die 2. Liga aufsteigen.“ Auch wenn er sich nicht der Überheblichkeit schuldig machen wolle, aber Hoffnung auf ein Comeback vermag er dem TSV nicht zu machen. Er versichert: „Die Meisterschaft lassen wir uns jetzt nicht mehr nehmen.“