Jüchen : Jüchener will in die Charts

Frank Wiese alias Vincent Price startet ein neues Projekt: Mit Thorsten Schlösser und Sänger Marvin Broadie hofft er auf den Erfolg des Songs "Who do you love". Das Video ist gedreht, am 21. März wird der Titel veröffentlicht.

Der Frühlingshit 2011 fehlt noch? Vielleicht kommt er ja aus Jüchen, von Frank Wiese (41) alias Vincent Price. Der frühere DJ und heutige Musikproduzent von "eXessive-Recordings" hat mit TV-Makler Thorsten Schlösser und Sänger Marvin Broadie ("Soultans") ein neues Projekt gestartet. Mit dem Song "Who do you love?" will das Trio unter dem Namen "2DopE" die Charts erobern. "Wir haben bereits Tests in einigen Discos gemacht — unser Song kommt an", freut sich der Musiker aus Hochneukirch. Das Video wurde soeben gedreht. Am 21. März wird der Song auf mehr als 80 Downloadportalen wie iTunes, Amazon, Napster, Musicload veröffentlicht.

Frank Wiese kann als Produzent bereits glänzende Erfolge vorweisen: Mit "Sash!" holte er Gold und Platin. Zudem produzierte er oder stellte Remixe für "Blümchen", "U 96" oder "Rheingold" ("Dreiklangdimensionen") zusammen. Sein neues Projekt hat unter dem Namen "2DopE" zusammengefunden — für den Musikproduzenten hat der Kunstbegriff mehrere Bedeutungen: "Zum einen soll unsere Musik die Zuhörer pushen, also wie eine Droge (englisch "Dope") wirken, zum anderen ist die ,2' ein Hinweis auf unsere Zusammenarbeit." Bei gemeinsamen Dreharbeiten habe er Frank Schlösser kennengelernt: "Wir haben uns so gut verstanden, dass schnell klar war: Wir machen mal etwas zusammen", erzählt Frank Wiese. In seinem Studio wurde der Titel "Who do you love" mit Sänger Marvin Broadie aufgenommen. "Das Video dazu gibt Einblick in die Arbeit eines DJs", erzählt der 41-Jährige. Zu sehen sei etwa, wie beide DJs in der Diskothek, auflegen und wieder abfahren: "Das war in kurzer Zeit im Kasten. Wir mussten mehr warten als schauspielern."

Am C 64 komponiert

Auch wenn der C 64 heute fast vergessen ist: An diesem Gerät hat Wiese Mitte der 80er Jahre zunächst komponiert. Als er dessen Grenzen ausgespielt hatte, folgte der Amiga1000, danach das erste Profistudio. Doch bis sich der Kupferschlosser für die Selbständigkeit entschied, vergingen einige Jahre: Zunächst arbeitet Frank Wiese alias Vincent Price als DJ, legte überall zwischen Ibiza, Hannover und Frankfurt auf, TV-Auftritte folgten. Ende 2008 gründete er mit "eXessive Recordings" sein Musiklabel.

Seinen Künstlernamen hat Frank Wiese bewusst gewählt — als Verbeugung vor dem gleichnamigen Schauspieler, der auch in Michael Jacksons Thriller als Stimme zu hören war: "Ein besseres Omen kann es nicht geben."

(NGZ)