Lokalsport: Jüchen plant einen ganz "entspannten April"

Lokalsport: Jüchen plant einen ganz "entspannten April"

Landesliga: Der VfL kann den Klassenverbleib bis Ostern fast perfekt machen. Schwere Auswärtsspiele für Kapellen und Nievenheim.

Während Kapellen bereits an die kommende Saison denkt und Jüchen zumindest vorsichtig auf einen ruhigen Saisonendspurt zusteuern kann, bleibt die Lage in Nievenheim am 25. Landesliga-Spieltag prekär. In Nettetal wartet der dritte Spitzengegner in Folge.

VfL Jüchen/Garzweiler - FC Remscheid. Auch weil der FC Remscheid witterungsbedingt bis zu drei Spiele weniger als die Konkurrenz absolviert hat, liegt er abgeschlagen am Tabellenende. Was das für seinen VfL Viktoria bedeutet, fasst Trainer Michele Fasanelli humorvoll zusammen: "Ja, die waren auch in der Hinrunde schon Tabellenletzter. Und wir haben dort 0:1 verloren." Es gibt also noch etwas gutzumachen. "Diese Punkte wollen wir jetzt wiederhaben, genau wie die von der 2:4-Niederlage gegen Benrath", sagt Fasanelli. Bei aktuell 32 Zählern fehlt nicht mehr viel bis zum so gut wie sicheren Klassenverbleib. Im Idealfall könnte der sogar schon zu Ostern quasi festgezurrt werden, wenn Jüchen morgen und am Gründonnerstag in Heiligenhaus (siehe Infokasten) jeweils ein Dreier holt. "Letztes Jahr haben uns 39 Punkte knapp gereicht. Wenn wir jetzt Gas geben, könnte das ein entspannter April für uns werden", glaubt Fasanelli, der weiter auf seinen gesperrten Topscorer Kosta Jamarishvili verzichten muss.

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SC Union Nettetal - VdS Nievenheim. Gegen die Topteams vom SC Velbert (1:3) und TSV Meerbusch (3:4) reichte es für Michele Lepore zum Dienstantritt beim VdS jeweils nicht zu Punkten. In beiden Partien sah der Trainer aber vielversprechende Ansätze: "Es ist eine Frage der Zeit, bis auch die Ergebnisse stimmen. Um gegen solche Gegner etwas zu holen, muss man 90 Minuten hochkonzentriert sein und einfach Topleistungen abrufen. Das haben wir phasenweise schon geschafft." In Nettetal wartet nun der Tabellenzweite, der mit Ausnahme eines Ausrutschers beim TSV Meerbusch II (0:2 vor einem Monat) in den vergangenen Wochen und Monaten erstaunlich konstant punktet. "Das ist die nächste ganz schwere Aufgabe", weiß Lepore. Vier Punkte trennen sein Team derzeit von den Abstiegsrängen, allerdings haben auch alle Mannschaften, die unter dem VdS stehen, noch ein oder zwei Spiele mehr in der Hinterhand. Der Coach ist optimistisch: "Die Jungs sind auf einem guten Weg und setzten die neuen Ideen, die jeder neue Trainer mitbringt, bisher gut um."

1. FC Mönchengladbach - SC Kapellen. Die vier Spiele andauernde Niederlagenserie des SCK ist dank des glücklichen Freistoßtreffers in der Nachspielzeit von Max Steinebach beim 1:0-Sieg gegen Süchteln gestoppt. "Das hat uns gutgetan und dafür gesorgt, dass wir alle wieder ein bisschen ruhiger werden können", findet Trainer Oliver Seibert. Denn die Mini-Krise sei seinem Team schon anzumerken gewesen. "Die Mannschaft hatte ihr gesetztes Ziel ein bisschen verpasst. Daher ist es gut, jetzt wieder zurück in der Spur zu sein. Jetzt können wir wieder zurück zu unserem ursprünglichen Plan", sagt Seibert. Denn während die Kaderplanung für die kommende Saison im Hintergrund ohnehin schon auf Hochtouren läuft, soll nun auch auf dem Platz der Blick in die Zukunft gerichtet werden. "Die Spieler können und wollen sich für die nächste Saison anbieten und ich will natürlich auch sehen, mit wem ich planen kann", sagt der Coach. So durften sich gegen Süchteln zum Beispiel Kai Schröter und Aaron Terjung in der Abwehr präsentieren, die in dieser Saison zuvor eher wenig Spielzeit erhielten. Das kommende Gastspiel in Mönchengladbach soll dabei aber nicht in den Hintergrund geraten. "Wir freuen uns auf eine tolle Truppe mit vielen ehemaligen Weggefährten", sagt Seibert. Beim FC spielen zum Beispiel die Ex-Kapellener Marcel Lüft, Ligatoptorjäger Oguz Ayan (21 Tore), Torwart Niclas Bier und Stürmer Kojo Atta-Yeboah.

(cpas)
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