Lokalsport: Jüchen hofft auf Kreispokalsieg 2.0, Holzheim auf die Premiere

Lokalsport: Jüchen hofft auf Kreispokalsieg 2.0, Holzheim auf die Premiere

1985 sang Sade "It's never ... as good as the first time." Es ist nie ... so gut wie das erste Mal." Doch obwohl die Fußballer des VfL Jüchen/Garzweiler den Kreispokal schon mal in die Höhe gestemmt haben - 2014 nach dem 2:1-Sieg im Finale über Nievenheim - haben sie richtig Lust auf das Endspiel am Ostermontag in Nievenheim gegen die Holzheimer SG (Anstoß 16 Uhr).

"Wir sind schon heiß drauf, denn jetzt kann man sich mal für irgendetwas belohnen", sagt Torsten Müllers, der übermorgen wie schon im Ligaspiel in Heiligenhaus (5:1) seinen "Chef" Michele Fasanelli vertreten wird. Jüchens Co-Trainer ist sogar besonders motiviert, schließlich feiert er am Montag Geburtstag, wird 45. Allerdings hat der Landesligist mit gravierenden Personalproblemen zu kämpfen: Zwar ist Manuel Sousa nach seiner Gelbsperre wieder dabei, doch Christoph Spinrath (Urlaub) und Konstantine Jamarishvili (Rote Karte) fallen definitiv aus. Sogar noch düsterer sieht es im Tor aus: Seit Gründonnerstag ist Stammkeeper Tim Paulußen schwer verletzt, und da auch seine Vertreter Achim Venten (Kahnbeinbruch) sowie Olcay Türkoglu (Muskelfaserriss) ausfallen, hat Müllers ein Problem. Selbst der in Heiligenhaus für Paulußen eingesprungene Teammanager Sebastian Muyres ist keine Alternative, er urlaubt auf Mallorca. "Im Moment weiß ich wirklich nicht, wie wir das lösen werden", sagt Müllers und fügt lachend an: "Vielleicht meldet sich ja bis Montag noch ein Torhüter, der frei ist und spielen kann." Nicht nur aufgrund der Personallage seines Teams vermag er im Finale keinen Favoriten auszumachen. "Klar, Holzheim ist als Bezirksligist der klassentiefere Verein, begegnet uns aber in der jetzigen Situation auf Augenhöhe." In der Vorbereitung auf die Saison hatte sich Jüchen gegen Holzheim mit 3:1 durchgesetzt, doch schon da war Müllers die exquisite Offensivabteilung des Rivalen aufgefallen. Mit Maurice Girke hat er als Trainer des SC Kapellen II schon zusammengearbeitet. Und HSG-Coach Guido van Schewick sei ein sehr guter Freund. Auch darum findet er: "Die Welt geht nicht unter, wenn wir das Spiel verlieren."

Verletzungssorgen trüben auch beim Bezirksligisten aus Holzheim die Stimmung, fallen doch in Kapitän Pascal Schneider, Oliver Esser, Tom Nilgen, Patryk Taberski und Ersin Deniz fünf Spieler aus, die zum absoluten Stammpersonal des Aufstiegskandidaten gehören. "Das ist sehr schade, weil die Mannschaft ein ganz tolles Jahr spielt und jetzt auch den Pokal unbedingt gewinnen will", sagt van Schewick. Personal für die - zweifellos wichtigeren - anstehenden Ligapartien zu schonen, schließt er deshalb aus: "Alle, die fit sind, werden auch spielen. Die Jungs freuen sich und ich bin fest davon überzeugt, dass alle auch alles geben und eine tolle Leistung zeigen werden." Schließlich wäre es der erste Pokalsieg in der Vereinsgeschichte. 2012 stand die HSG schon einmal im Endspiel, der SC Kapellen als Oberligist war dort bei der 0:3-Pleite aber eine Nummer zu groß.

Ab 13 Uhr tragen in Nievenheim zuvor A-Kreisligist DJK Novesia und Bezirksligist TSV Bayer Dormagen das Spiel um Platz drei aus, in dem es um ein Ticket für den Niederrheinpokal geht.

(NGZ)