Lokalsport: Jüchen gegen Kapellen ist das Derby im Rhein-Kreis

Lokalsport : Jüchen gegen Kapellen ist das Derby im Rhein-Kreis

Auf der Anlage an der Stadionstraße treffen im Landesliga-Duell die beiden besten Teams im Fußballkreis aufeinander.

In seinem Job als Talentberater und Scout tut sich Kapellens Trainer Oliver Seibert aktuell beim U16-Länderpokal in der Sportschule Wedau um. Und das ohne Stress, denn die Vorarbeiten für die kommende Saison haben er und seine Kollegen vom Vorstand und in der Sportlichen Leitung so gut wie erledigt. Vor dem Landesliga-Duell der beiden besten Teams im Fußballkreis 5 morgen Nachmittag (Anstoß 15 Uhr) auf der Anlage an der Stadionstraße mit dem VfL Jüchen/Garzweiler hat er seinen Kader für die zweite Saison nach dem Abstieg aus der Oberliga so gut wie fertig. Im Tor setzt er zukünftig auf den in Norf wohnenden Felix Burdzik (19), beim Oberligisten Germania Ratingen hinter dem erfahrenen Dennis Raschka die Nummer zwei. Auch mit dem seit Februar verletzten Alen Arnautovic würde er gerne verlängern, ein Thema ist zudem der für Christopher Möllering (Achillessehnenriss) eingesprungene Dennis Esser.

Seinen Vertrag verlängert hat jetzt auch Ibrahim Kanat, offen ist noch der Verbleib von Dennis Schreuers. Eigengewächs Mark Schiffer möchte sich dagegen eine Etage höher versuchen, eine Entscheidung, die Seibert, dessen Arbeit am Kader immer noch nicht beendet ist, ausdrücklich unterstützt.

Für Kapellens Urgestein Sven Raddatz wird das Match in Jüchen zu einer Reise in die nähere Zukunft, setzt der 33 Jahre alte Edeltechniker des SCK doch seine Karriere ab Sommer an der Stadionstraße fort. Vom B-Kreisligisten VfB Hochneukirch kommt Erol Dzaferi. In der laufenden Saison hat der 23-Jährige, der 2015 den SC Kapellen verließ, in 20 Partien zehnmal getroffen. "Er ist offensiv auf der rechten Außenbahn, aber auch vorne drin einsetzbar", sagt VfL-Trainer Michele Fasanelli. Zudem soll Fatih Sakar (SC Kapellen) ein Thema sein. Ob in Fatlum Ahmeti (13 Tore), der mit einer Rückkehr zum BC Viktoria Glesch-Paffendorf liebäugeln soll, und Kosta Jamarishvili (10) die beiden mit Abstand erfolgreichsten Torschützen bleiben, ist offen. Kicker, auf die auch Seibert große Stücke hält. Wie im Übrigen auf Thorben Schmitt, "ein Typ von Fußballer, wie es sie heute gar nicht mehr gibt", sagt Kapellens Coach.

Fasanelli, dem es im Kader seines Kollegen vor allem Könner wie Robert Wilschrey, Marcel Koch, David Dygacz und natürlich Raddatz angetan haben, freut sich auf das Spiel: "Das ist das Derby im Rhein-Kreis."

(NGZ)
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