Lokalsport: Joshua Nisius läuft auch in Straberg zum Sieg

Lokalsport: Joshua Nisius läuft auch in Straberg zum Sieg

Trotz Bodenfrost waren Läufer und Veranstalter zufrieden mit der 21. Auflage des Crosslaufes, die 200er-Marke wurde locker geknackt.

Abgesehen vom hartgefrorenen Boden freuten sich die Straberger über das perfekte Wetter und strahlenden Sonnenschein. Genau 237 Läufer fanden ihren Weg über Wiesen und Hügel ins Ziel, so dass auch die Organisatoren mit dem 21. Crosslauf zufrieden waren.

Mit 65 Athleten war das Starterfeld über die 4900 Meter lange Mittelstrecke am größten und auch dementsprechend weit gefächert. Vorne weg lief wie schon die Woche zuvor in Kapellen Joshua Nisius vom LAV Bayer Uerdingen/Dormagen. Und wieder konnte er seinen Vorsprung auf fast eine Minute ausbauen. "Ich hab von Anfang an Druck gemacht und Gas gegeben", kommentierte der Sieger seinen Lauf. 18:37,9 Minuten brauchte er für die vier Runden. "Es hat gut geklappt, ich bin zufrieden mit dem Ergebnis." Die Strecke war trotz der sieben vorherigen Läufe immer noch gefroren: "Besonders die Wiese war hart, da musste man aufpassen mit den Spikes", berichtete Nisius. "Im Wald war der Boden weicher, das ging besser."

Claudia Schmitz (ASC Rosellen, W45) ging deswegen direkt in Turnschuhen an den Start: "Der Boden war an keiner Stelle matschig, man konnte super ohne Spikes laufen." In 23:49,9 Minuten holte sie sich den Gesamtsieg bei den Frauen, musste sich den aber im Zielsprint gegen Antje Wietscher (W60) aus Refrath erkämpfen. "Da hat mich der Ehrgeiz gepackt", sagte sie lachend. "Wenn ich meinem Sohn schon sage, er soll am letzten Hügel noch mal Gas geben und sich die Läufer vor ihm packen, muss ich das ja auch umsetzen." Nicht zu übersehen waren die vielen Fußballer des FC Straberg: Sowohl die A-Jugend als auch die beiden Herren-Mannschaften waren vertreten und liefen - zumindest die erste Runde - als Team. Auch Dieter Otten (M80) vom Korschenbroicher LC, der älteste und treueste Läufer in Straberg war wieder mit dabei und meisterte die Distanz in 38:05 Minuten.

Die jüngste Teilnehmerin war zu dem Zeitpunkt schon lange im Ziel: Lisa Emilia Bage (2014) holte sich mit ihren gerade mal zwei Jahren den dritten Platz bei den Bambini. Über die 800 Meter gab es eine klare Siegerin: Wanda Schmidt (DJK Novesia) zeigte auch den Jungs, wo es langgeht und kam mit zehn Sekunden Vorsprung nach 3:07,2 Minuten ins Ziel. Auch über die 1000 Meter hatten die Mädels die Nase vorn: Maxine Brune (W13) aus Dormagen gewann in 3:38,2 Minuten vor Luis Schädlich (M12, DJK Novesia). Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Langstrecke: Über die 7900 Meter siegte Habtom Tedros (TG Neuss) in 31:53,7 Minuten vor Lars Wagner aus Düsseldorf und Bernd Czarnietzki (DJK Novesia). "Die Strecke war anspruchsvoll, aber ohne Spikes zu schaffen", berichtete der Sieger. "Ich bin hier zum ersten Mal gelaufen und zufrieden, aber nächstes Jahr wird besser."

Das war auch das Fazit von Cheforganisator Jürgen Cziommer: "Die Anmeldezahlen waren in Ordnung, aber fürs kommende Jahr wollen wir uns neben der Laufserie noch was überlegen, um wieder mehr Leute zum Cross zu bewegen. Es ist immer viel Arbeit und eine schöne Veranstaltung, deswegen wäre noch mehr Resonanz super." Vereinsvorstand Josef Schoss stimmte ihm da zu: "Es ist schade, dass Crossläufe nicht mehr so beliebt sind wie früher. Trotzdem sind wir heute zufrieden, dank der vielen Helfer hat alles gut geklappt." Einer davon war Jan Weber, der auch den Jugendlauf gewann: "Ich lauf hier schon zum fünften Mal, es ist immer wieder schön hier", sagte er.

(NGZ)
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