Lokalsport: Jongen und Servaty überzeugen bei DM

Lokalsport: Jongen und Servaty überzeugen bei DM

Die Holzbüttgenerin Miriam Jongen und Michael Servaty von der TG Neuss erreichen bei den Deutschen Tischtennis-Meisterschaften in Berlin die Runde der besten 32. Im Doppel spielt sich der Neusser Oberliga-Akteur bis ins Achtelfinale

Bei den Deutschen Tischtennis-Meisterschaften in Berlin haben sich erwartungsgemäß die Favoriten durchgesetzt. Timo Boll, aktuell die Nummer eins der Welt, holte sich seinen zwölften Einzeltitel. "Ich hoffe, dass wird nicht mein letzter Titel sein", sagte der 36-Jährige nach dem Finalsieg gegen seinen 15 Jahre jüngeren Herausforderer Kilian Ort vom TV Bad Königshofen. Bei den Damen gewann Favoritin Han Ying zum ersten Mal. Im Feld der nationalen Spitzenklasse zeigten auch zwei Akteure aus dem Rhein-Kreis gute Leistungen. Sowohl Drittliga-Spielerin Miriam Jongen (DJK Holzbüttgen) als auch Oberliga-Spieler Michael Servaty (TG Neuss) überstanden die Gruppenphasen und spielten sich ins Hauptfeld der "Top 32".

Foto: Woitschützke Andreas

"Ich habe insgesamt ordentlich gespielt, so dass ich nicht unzufrieden bin", sagte Michael Servaty, der ein wenig damit haderte, dass er im Spiel um den Einzug ins Achtelfinale gegen Julian Mohr vom Drittliga Spitzenreiter NSU Neckarsulm mit 2:4-Sätzen verlor. "Da war sicherlich noch mehr drin. Im sechsten Satz stand es 8:5 für mich", meinte Servaty.

Zuvor spielte der Neusser ein starkes Turnier. Am Freitag setzte er sich mit drei Siegen gegen Sebastian Stürzebecher (TTC Düppel, 3:1), Benno Oehme (SV Dresden-Mitte, 3:1) und Tom Eise (TTC Weinheim, 3:1) durch und zog als Gruppensieger in das Hauptfeld ein. Im Doppel schaffte er es gemeinsam mit Thomas Pellny vom Liga-Rivalen Rot-Gold Porz ins Achtelfinale, wo sich das Duo gegen die späteren Deutschen Meister Benedikt Duda/Dang Qiu mit 0:3-Sätzen geschlagen geben musste. Zuvor setzten sie sich gegen Adam Janicki/Christian Schneider souverän durch.

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Auch Miriam Jongen war mit dem Wochenende im Berliner Sportforum zufrieden. "Das Erreichen der Hauptrunde ist ein Erfolg, vor allem nach dem Verlauf der Gruppenphase", sagte Jongen, die sich anders als Servaty durch die Vorrunde kämpfen musste. "Nach gewonnenem ersten Spiel gegen Jasmin Kersten habe ich im zweiten Spiel gegen Karina Pankunin beim Stand von 0:1 und 2:9 schon mit dem Rücken zur Wand gestanden und den Satz noch mal drehen können. Das Spiel konnte ich dann zum Glück 3:2 gewinnen", so Jongen, die dann im dritten Spiel gegen Marie-Sophie Wiegand vom Liga-Konkurrenten Torpedo Göttingen wie schon im Meisterschafts-Rückspiel verlor. "In diesem Spiel wäre mehr drin gewesen, aber in den entscheidenden Phasen war ich nicht mutig genug." Als Gruppenzweite traf Jongen dann auf Jessica Göbel vom Bundesligisten TV Busenbach. "Gegen sie hatte ich keine Chance. Ich hätte zwar den ersten Satz eventuell klauen können, aber das hätte letztendlich auch nichts geändert", sagte Jongen nach der 0:4-Niederlage.

Im Doppel hätte sie mit Nationalspielerin Nina Mittelham spielen sollen, die aber aus Krankheitsgründen absagte. Daher spielte Jongen mit Marie-Sophie Wiegand, mit der sie die zweite Runde erreichte.

(rust)
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