Galopp : Jockeyduell verspricht Spannung

Im Mittelpunkt des zweiten Winter-Renntages auf der Neusser Galopprennbahn steht erneut der Zweikampf um das Jockey-Championat zwischen Filip Minarik und Alexander Pietsch. Außerdem sollen ein neues Wettsystem und bessere Bratwürste am Sonntag mehr Besucher anlocken

Mit der für den normalen Besucher erträglichen Größenordnung von neun Rennen startet am Sonntag um 14 Uhr der zweite Renntag der Wintersaison auf der Galopprennbahn am Hessentor in Neuss. Auch die Starterzahlen in den einzelnen Rennen haben sich auf das Normalmaß zwischen acht bis zwölf Pferde der edlen Rasse Vollblut normalisiert. Das sind erwiesenermaßen kundenfreundliche Zahlen.

Eine Ausnahme gibt es in Neuss trotzdem, die allerdings ist gerechtfertigt. Weil am letzten Renntag die Viererwette nicht getroffen wurde, wird der Jackpot von 9 010,09 Euro der Garantieauszahlung von insgesamt 20 000 Euro zugefügt. Das alles geschieht im siebten Rennen gegen 17 Uhr in der Viererwette mit dem Grundeinsatz von 50 Cent. Die steuerfreien 20 000 Euro allein kassieren kann ein Wetter aber nur dann, wenn er auch allein die Wette trifft. Das gelingt nur dann, wenn zwei oder sogar drei krasse Außenseiter auf den ersten vier Plätzen landen.

Für Laien ist deshalb der sogenannte "Quick Pick" eingeführt worden. Die ab zwei Euro spielbare Variante ähnelt dem Zufallstipp beim Lotto und war in den letzten Monaten schon mehrfach ein Erfolgsrezept. Der Computer kombiniert Favoriten mit Außenseitern. Die Handhabung ist simpel: Es reicht die Ansage des Einsatzbetrages an der Kasse mit dem Hinweis auf die Quick Pick-Variante.

Die Suche nach geeigneten Kandidaten im Außenseiterbereich gestaltet sich allerdings schwierig, denn es sind viele aktuelle Formpferde im Feld. Für hohe Quoten würden wohl vor allem Spiffing (Nummer 6), Destivo (13) und Gold Prize (14) sorgen. Für die Freunde merkwürdiger Namen reist der Wallach Leoderprofi aus Iffezheim an, den der in Krefeld gestürzte und am Tag darauf in Neuss schon wieder einsatzfähige Nachwuchsreiter Maxim Pecheur steuert. Leoderprofi zählt zum Kreis der Favoriten auch für die Wettprofis.

Im sportlichen Bereich geht es im Kampf um das begehrte Jockeychampionat weiter. Alexander Pietsch und Filip Minarik haben jeweils 75 Rennen gewonnen. Minariks Chancen scheinen zumindest für diesen Renntag besser zu sein, denn er reitet in acht Rennen, während Pietsch nur sechs Ritte hat. Im ersten Rennen sitzt er auf Ocareion, mit dem er bereits am letzten Renntag in Neuss gewann. Er muss allerdings Nasibow mit Dennis Schiergen schlagen. Aus der aktuellen Top-Zehn sind noch der vierfache Champion Eduardo Pedroza (70 Siege), Derbysieger Jozef Bojko (52) und Sabrina Wandt (45) am Start.

Statt des zuletzt präsentierten etwas größeren Gartengrills will der Tribünen-Gastronom nun mit Hilfe des in Neuss ansässigen Wirtes der Wetthalle die Bratwürste aus einem Wagen verkaufen. Vorstandsmitglied Peter Ritters: "Wir haben den Gastronomen auf die Kritiken der Besucher am letzten Renntag noch einmal ausdrücklich hingewiesen." Eintritt und Parken sind frei und nach dem letzten Rennen findet die Bargeldverlosung auf Wettnieten um 300 Euro statt.

(NGZ)