Basketball: Janina Pils bleibt Trainerin der TG Neuss

Basketball : Janina Pils bleibt Trainerin der TG Neuss

Die 29 Jahre alte Oberhausenerin setzt beim Basketball-Zweitligisten ihre erfolgreiche Arbeit fort.

Ohne großes Tamtam hat Janina Pils ihren Vertrag als Coach des Basketball-Zweitligisten TG Neuss um ein Jahr verlängert. "Damit hatten eh 90 Prozent der Leute gerechnet", begründet die 29-Jährige.

Ausschlaggebend für ihre Zusage seien nach Platz sechs in ihrer ersten Saison an der Schorlemerstraße vor allem drei Dinge gewesen, betont sie: "Ich habe hier die Möglichkeit, langfristig zu arbeiten. Zudem fühle ich mich hier gut aufgehoben. Du wirst als Trainer nicht, wie das in anderen Vereinen oft der Fall ist, ständig in Frage gestellt." Dazu bestand bislang indes auch absolut kein Anlass, hatte sie mit ihrer jungen Mannschaft nach zum Teil begeisternden Auftritten in der Rückrunde doch kein Heimspiel verloren und sogar die Play-offs um den Aufstieg ins Oberhaus nur haarscharf verpasst. Und der wichtigste Grund: "Ich habe hier ein Team mit Zukunft und Perspektive. Ich denke, meine Handschrift als Trainerin war dabei schon zu erkennen, es macht also durchaus Sinn und Spaß, diese Arbeit fortzusetzen."

Mit Ausnahme von Saara Lehtoranta, die wieder daheim in Finnland studiert, und Dunja Kowalski (schwanger) hat bislang keine Spielerinnen das Team verlassen. "Konkrete Personalentscheidungen gibt es aber erst in zwei, drei Wochen", kündigt Pils an. So hat die US-Amerikanerin Connie James bis zum 1. Juni Zeit, sich zu erklären. Entscheidet sie sich für eine Rückkehr nach Neuss, ist sie die erste Option.

Offen ist auch die Zusammensetzung der 2. Liga Nord: Aus der 1. Bundesliga kommen die Wolfenbüttel Wildcats – der Deutsche Meister von 2012 hatte seine Mannschaft noch während der Saison zurückgezogen – und die AVIDES Hurricanes Rotenburg. Ob aus der Regionalliga West die SG Köln 99ers aufrückt, ist dagegen noch unklar. Meldeschluss ist am 31. Mai. Die starke Konkurrenz beunruhigt die Neusser Trainerin indes keineswegs. "Die 2. Bundesliga ist schließlich kein Wunschkonzert", sagt sie.

Seit gut einer Woche wird bei der TG wieder trainiert. Mit dabei ist natürlich auch die ein oder andere potenzielle Verstärkung für die neue Spielzeit. Pils: "Das ist traditionell eine Phase, in der du viel testen und ausprobieren kannst. Anfang Juni möchte ich meinen Kader dann auf dem Papier stehen haben."

(NGZ)
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