1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Jan-Lennard Struff spielt beim Tennis-Turnier des DTB in Neuss

Tennis : Jan-Lennard Struff spielt Turnier in Neuss

Die neu geschaffene Einladungsturnierserie des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) macht gleich drei Mal Station im Rhein-Kreis. In der Vorrunde vom 8. bis 13. Juni schlägt unter anderem der an Position eins gesetzte Jan-Lennard Struff in Neuss auf.

Gute Nachrichten sind selten in diesen Tagen. Auf den TC Blau-Weiss Neuss prasselten gleich drei innerhalb kürzester Zeit herein – und sorgten für entsprechend freudige Reaktionen beim Rekordmeister der Tennis-Bundesliga. Zunächst einmal darf seit Montag wieder trainiert werden auf den Aschenplätzen im Jahnstadion. Wovon die Mitglieder, berichtet Vorsitzender Abraam Savvidis, „fleißig Gebrauch machen, natürlich unter Berücksichtigung aller Abstands- und Hygieneregeln.“

Dann kam die Nachricht, dass der Deutsche Tennis-Bund (DTB) mit seiner neu geschaffenen Einladungsturnierserie, mit denen Profis und Nachwuchsspieler die Corona-bedingte Zwangspause im ATP-Zirkus wenigstens teilweise überbrücken sollen, gleich zwei Mal Station an der Jahnstraße macht: Mit der für die 24. Kalenderwoche (8. bis 13. Juni) datierten Vorrunde und der zwischen dem 22. und 27. Juni geplanten Zwischenrunde – das Halbfinale wird zwei Wochen später (6. bis 11. Juli) im Teremeer Sport- und Tennisresort in Büderich, das Finale zwischen 20. und 25. Juli beim TC Großhesselohe in München ausgetragen.

  • Tennis : Tennis-Ligen starten
  • Abstandhalten ist auch im Tennis das
    Tennis : Wer nicht antritt, wird trotzdem nicht bestraft
  • Christian Titz, Trainer von Rot-Weiß Essen.
    Im Falle eines Saisonabbruchs : West-Regionalligisten Essen und Oberhausen für Mini-Turnier

Dann kam der Dienstagabend und die Einteilung der 32 gemeldeten Spieler auf die vier Vorrundengruppen in Troisdorf, Überlingen, Großhesselohe und Neuss. Und die sorgte für mehr als nur verhaltenen Jubel bei den Blau-Weissen, bescherte sie ihnen doch den top-gesetzten Jan-Lennard Struff als Zugpferd des Turniers. Der gerade 30 Jahre alt gewordene Warsteiner, auf Position 34 derzeit der zweitbeste deutsche Tennisprofi auf der ATP-Weltrangliste, muss sich in seiner Gruppe mit Mats Moraing (ATP 263), Nachwuchsspieler Benito Sanchez Martinez und dem über eine Wildcard ins Feld gerückten Peter Heller auseinandersetzen. Die zweite in Neuss spielende Vorrundengruppe wird angeführt von dem aus zahlreichen Bundesliga-Duellen gleichfalls nicht unbekannten Kölner Oscar Otte (ATP 217), der dabei auf Julian Lenz (ATP 251), Max Wiskandt und Kai Wehnelt trifft.

„Ich finde diese Idee einfach eine coole Sache. Der DTB gibt vielen Spielern die Möglichkeit, Matchpraxis zu sammeln und dabei auch noch etwas Geld zu verdienen,“ sagt Jan-Lennard Struff über die neu geschaffene Serie, „vielen Spielern fallen aufgrund der Spielpause jede Menge Einnahmen weg. Auch die Bundesliga findet nicht statt, was auch bedeutet, dass die Spieler weniger verdienen. Daher ist die Turnier-Einladungsserie sehr wichtig für uns,“ erklärte der 30-Jährige im Interview mit dem Pressedienst des DTB.

Jan-Lennard Struff kennt sich an der Jahnstraße bestens aus. Schließlich spielte der gebürtige Warsteiner bis zu dessen Rückzug acht Jahre für den TC Blau-Weiss Halle in der Bundesliga. 2015 feierten die Ostwestfalen im Jahnstadion (genauer in der Tennishalle des TC Blau-Weiss Neuss) ihren vorletzten (von insgesamt fünf) Deutschen Meistertiteln. Struff erkämpfte zusammen mit Robin Haase dank eines 6:3, 6:7, 10:7-Sieges über Adrian Ungur und Filippo Volandri den entscheidenden Punkt. Aktuell steht der 30-Jährige beim TK Kurhaus Aachen unter Vertrag – und könnte sich vorstellen, „dass ich nach meiner aktiven Karriere auf der Tour einfach noch ein, zwei Jahre in der Bundesliga bleibe.“

Weil deren Spielzeit wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr abgesagt wurde, hatte sich der gerade wieder ins Oberhaus aufgestiegene TC Blau-Weiss Neuss beim DTB als Ausrichter der neuen Turnierserie beworben. „Wir möchten damit zeigen, dass wir weiterhin auf die Karte Leistungstennis setzen,“ sagt Geschäftsführer Bernhard Rüsing. Ob und unter welchen Voraussetzungen zu den Spielen ab 8. Juni auch Zuschauer zugelassen sind, steht noch nicht fest.