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Korschenbroich: Initiativen-Sprecherin fordert Solidarität ein

Korschenbroich : Initiativen-Sprecherin fordert Solidarität ein

Birgit Otten-Hoeps (54) ist verzweifelt. "Das Grundwasser steigt bedrohlich an, und für die Pump-Initiative haben sich erst 36 Bürger gemeldet." Bis Donnerstag, 20. Januar, sollen sich die Bürger im Rathaus verbindlich fürs Pumpen entscheiden. Melden sich 80 Bürger aus Raderbroich für das Erftverbands-Modell zur "Kappung der Grundwasserspitzen", werden pro Jahr für jeden Bürger 146,36 Euro fällig, und das über eine Zeitspanne von zehn Jahren. "Das ist doch eine wirklich gute Lösung", wirbt Birgit Otten-Hoeps für die freiwillige Teilnahme. "Wir hätten endlich mal mehr Ruhe und müssten nicht immer bangen und betteln." Birgit Otten-Hoeps gehört zum Sprecher-Team der Grundwasser-Notgemeinschaft Raderbroich. Ihre große Sorge: "Wir pumpen im siebten Jahr. Und jetzt, wo es endlich eine greifbare Langfristlösung gibt, fehlt der Zusammenhalt."

Für die Initiativen-Sprecherin ist die Solidarität im Ort jetzt entscheidend: "Wir haben 310 Häuser in Raderbroich. Wir sind schließlich alle betroffen, ob mit Wasserkontakt oder ohne."

Was sie damit meint: "Das Wohnumfeld leidet." Sie spricht von Schimmelpilz, verminderter Lebenserwartung, Wertminderung der Häuser und einer auf lange Sicht bröckelnden Infrastruktur. Ihr Angebot: "Jeder, der noch Fragen zu dem Vorvertrag mit der Stadt hat, kann mich anrufen." Sie ist erreichbar unter Tel. 02161 643312.

(NGZ)