In Kaarst steigt der Abstiegsgipfel der Fußball-Kreisliga A

Fußball : In Kaarst steigt der Abstiegsgipfel der Kreisliga A

Trainer Mehmet Altin denkt bei der SG Neukirchen/Hülchrath über Abschied nach. Der VdS Nievenheim plant für die neue Spielzeit.

In der Fußball-Kreisliga A steht der Abstiegskampf vor den entscheidenden Wochen. Bei manchen Teams könnte schon bald das Licht ausgehen. In Nievenheim stellt man derweil die Weichen für die Zukunft.

Abstiegsgipfel. Den direkten Duellen im Abstiegskampf wird immer eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Das sind die Spiele, in denen man „Big Points“ einfahren und sich im Rennen um den Klassenerhalt eine bessere Position erspielen kann. Am Sonntag kickt das Schlusslicht Norf bei der Reserve der SG Kaarst. Vor dem Duell trennen die Teams nur zwei Zähler, und die Hoffnung, dass Platz 13 doch zum Klassenverbleib reicht, ist nach den Ergebnissen in der Bezirksliga wieder größer. „Ich hatte schon gedacht, wir haben die letzte Chance schon verspielt. Mit einem Sieg sind wir wieder dran“, sagt Norfs Trainer Fabian Nellen. Gegenüber Pedrag Stojkovic spricht von der „allerletzten Chance, die Weichen zu stellen. „Wenn du es nicht schaffst, dann hast du es auch nicht verdient.“ Nellen konzentriert sich nach der Derby-Pleite gegen Rosellen voll auf sein Team: „Wir müssen schauen, dass wir wieder konstant unsere Leistung bringen. Das haben wir vor dem Derby geschafft.“ Eines ist vor dem Match sicher, verliert Norf auch dieses direkte Duell, ist die Kerze der Hoffnung wohl erloschen.

Altin zürnt. Vor dem Spiel gegen den FC Zons herrscht bei Neukirchens Trainer Mehmet Altin große Unzufriedenheit. „Bis jetzt hat uns keiner an die Wand gespielt. Wir schlagen uns immer wieder selber“, sagt Altin. Im Jahr 2019 holt sein Team erst einen Zähler und verspielte, wie vergangene Woche gegen Wevelinghoven, immer wieder Führungen. Hinzu kommt der extrem dünne Kader, der nach den Abgängen von Kapitän Luca Hesshaus und Nils Brückner auch noch dramatisch an Erfahrung verloren hat. Sogar Altin selber musste vergangene Woche nochmal die Fußballschuhe schnüren. „Wir sind nicht reif genug. Uns fehlen die Spieler mit Kreisliga A-Erfahrung“, bemängelt er. Alles Gründe für Altin zum Saisonende den Job in Neukirchen aufzugeben. „Ich überlege mir gerade noch, ob ich überhaupt weitermachen soll.“ Am Sonntag steht jedenfalls erst einmal die Partie gegen den FC Zons an. Neukirchen braucht jeden Zähler, um sich im Abstiegskampf doch noch durchzusetzen.

Planung fürs neue Jahr. Der VdS Nievenheim befindet sich im Umbruch. Nach dem Rückzug der ersten Mannschaft aus der Bezirksliga ist das Team von Trainer Peter Hanschmann der neue Hoffnungsträger im Verein. Ab kommender Spielzeit wird man dann auch als erstes Team der Sportfreunde in der Kreisliga A an den Start gehen. „Wir wollen nach dem Umbruch hier weiter etwas aufbauen. Wir nehmen junge Spieler dazu“, berichtet Hanschmann, der sich aktuell noch in Gesprächen mit Spielern für das nächste Jahr befindet. „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, uns zu konsolidieren.  Mittelfristig wollen wir eine Mannschaft aufbauen, die sich wieder in der Bezirksliga etablieren kann.“ Aktuell spielt sein Team eine ordentliche Saison, hat in der Rückrunde aber etwas nachgelassen. Kommender Gegner ist die starke Reserve des SC Kapellen.

Derbywochen. Die Derbywochen des 1. FC Grevenbroich-Süd starten mit der Partie gegen den SVG Grevenbroich. „Das wird nicht einfach, aber wir müssen jetzt punkten. Ich hoffe, es wird ein schönes Spiel“, sagt Süds Trainer Kevin Hahn. Nächste Woche wartet dann das nächste Lokalduell gegen den BV Wevelinghoven. Keine einfachen Spiele, aber Hahn versichert: „Wir müssen auch diese Spiele gewinnen, um uns unsere Chance zu wahren.“

Die restlichen Partien. Der BV Wevelinghoven will seine gute Form auch gegen Hackenbroich unter Beweis stellen. Im DJK-Duell empfängt Hoisten die Novesia von Trainer Sa Franciamore. Vorst muss gegen Primus Rommerskirchen ran.

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