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Lokalsport: In Holzheim lebt der Traum vom Aufstieg

Lokalsport : In Holzheim lebt der Traum vom Aufstieg

Im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga bezwingt die HSG Tabellenführer Teutonia St. Tönis mit 2:0.

Fünf Spieltage vor Saisonende ist das Meisterschaftsrennen in der Fußball-Bezirksliga, Gruppe 4, wieder völlig offen. Durch einen hochverdienten 2:0-Heimsieg (Halbzeit 0:0) im nachgeholten Spitzenspiel hat die Holzheimer SG vor 310 Zuschauern nach Punkten mit Tabellenführer Teutonia St. Tönis gleichgezogen. "Jetzt haben wir es uns auch verdient", sagt HSG-Trainer Guido van Schewick, dessen Elf mehr denn je vom Landesliga-Aufstieg träumen darf. St. Tönis bleibt mit sieben Toren Vorsprung allerdings vorerst an der Spitze - als Vizemeister müsste Holzheim am Saisonende in die Relegation.

Van Schewick erwartet im Titelkampf jetzt ein hochspannendes Fernduell: "Da wird es jetzt auch darauf ankommen, wer die Nerven behält. Wir haben noch fünf schwere Spiele, in denen alles möglich ist." Falls seine vor Selbstvertrauen strotzenden Holzheimer tatsächlich den direkten Aufstieg schaffen, haben sie ihr Meisterstück jedenfalls definitiv an diesem Abend gemacht, als sie die Teutonen bereits zum zweiten Mal in dieser Saison in die Schranken wiesen. Das Hinspiel hatte die HSG nach 2:4-Rücktand noch 5:4 gewonnen.

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"Wir haben ein tolles Spiel abgeliefert", sagte van Schewick, der es mit seiner Elf vor allem verstand, die brandgefährliche Offensivreihe der Gäste in Schach zu halten. Der in dieser Saison unaufhaltsame Burhan Sahin (44 Saisontore) trat genau einmal in Aktion: Als er in Minute 89 gegen Torwart Kevin Zur einen Elfmeter schinden wollte - und von Schiedsrichter Delil Topcu zu Recht die Gelbe Karte wegen einer Schwalbe sah. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel für St. Tönis freilich schon so gut wie verloren, denn Thorsten Linnemeier hatte per Kopf nach einem Eckball von Tom Nilgen kurz zuvor wuchtig für die Holzheimer Führung gesorgt (81.). Das war aus Sicht der Gäste unglücklich, weil Torwart Daniel Hitzschke den unplatzierten Ball hätte halten müssen. Dennoch war es hochverdient, weil in der zweiten Hälfte ausschließlich die Gastgeber Gefahr ausstrahlten.

Holzheim hätte durch den von Tom Nilgen glänzend in Szene gesetzten Maurice Girke schon nach 14 Minuten führen müssen, der Stürmer traf aber völlig freistehend nur den Pfosten. In der zweiten Hälfte war es zweimal Ersin Deniz, der die sichere Führung verpasste. Erst hätte der Winterzugang es selber versuchen müssen, statt auf Girke abzuspielen (48.), dann entschied er sich für einen - zu schwachen - Abschluss, statt querzulegen (62.). Es waren genau diese Konter, die die HSG den Gästen voraus hatten und die in einer ungemein temporeichen Partie ohne lange Ballbesitzphasen letztlich den Unterschied ausmachten.

Auch der Standardserie, die zu Linnemeiers Kopfballtreffer führte, ging ein solcher Konter voraus. In der 95. Minute machte der starke Girke per Elfmeter mit der letzten Aktion des Spiels selber den Deckel auf die Partie, nachdem er von Torwart Hitzschke gefoult worden war. Van Schewick fasste zusammen: "St. Tönis hatte mehr Spielanteile, aber die Chancen hatten wir. Deswegen haben wir verdient gewonnen." Vor allem der breite Kader war für die HSG dabei ein großes Plus. Denn dass van Schewick in Yannick Joosten und Eser Pekin für die früh verletzt ausgeschiedenen Simon Petri und Pascal Schneider nicht nur Ersatz, sondern zusätzliche Qualität auf den Platz bringen konnte, war vielleicht sogar spielentscheidend - zumal in Simon Kozany auch der Schlüsselspieler im Mittelfeld komplett fehlte. "Dass wir das trotz unserer Ausfälle so hinbekommen haben, ist schon stark", fand der Trainer.

(cpas)