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Nach Heimpleite sind Elephants in Siegerlaune: In die Vollen

Nach Heimpleite sind Elephants in Siegerlaune : In die Vollen

Von Dirk Sitterle Vor dem Spiel beim TuS Poco Iserlohn am Samstag Abend (20 Uhr) in der Sporthalle am Seilersee ist die Erwartungshaltung in der Schloss-Stadt riesig: Nach dem knüppelharten Auftaktprogramm und 2:10 Punkten sollen die Zweitliga-Basketballer der Elephants Grevenbroich jetzt endlich in die Vollen gehen.

Von Dirk Sitterle Vor dem Spiel beim TuS Poco Iserlohn am Samstag Abend (20 Uhr) in der Sporthalle am Seilersee ist die Erwartungshaltung in der Schloss-Stadt riesig: Nach dem knüppelharten Auftaktprogramm und 2:10 Punkten sollen die Zweitliga-Basketballer der Elephants Grevenbroich jetzt endlich in die Vollen gehen.

Bereits unmittelbar nach der schmerzlichen Heimpleite am vergangenen Wochenende gegen die NVV Lions Mönchengladbach verkündete Trainer Raphael Wilder: "Ich habe drei Worte: wir müssen gewinnen!" Allerdings hat die Sache einen Haken. Iserlohn feierte vor Wochenfrist nach zuvor fünf Niederlagen in Folge in Wolfenbüttel den ersten Saisonsieg (81:80). Darum mag Wilder nicht einsehen, "warum wir der Favorit in diesem Spiel sein sollen. Wir haben auch erst ein Spiel gewonnen". Unabhängig davon aber zählen die meisten Experten den TuS zu den ganz heißen Abstiegskandidaten, schließlich war der Aderlass gewaltig: Vor einem Jahr ging Leitwolf Chris Rojik zurück nach Rhöndorf, in diesem Sommer kehrten Topscorer Matthias Grothe, Drei-Punkte-Derwisch Nils Longerich (beide wechselten nach Hagen) und US-Boy David Capers dem Verein den Rücken.

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Binnen zwei Spielzeiten verlor der Klub damit fast seine komplette erste Fünf. Aus der ist lediglich Kapitän Marco Keller geblieben. Auch der Trainer ist neu: Ex-Profi Steven Wriedt (Hagen) hat Paris Konstantinidis, ohne den am Seilersee über viele Jahre rein gar nichts ging, abgelöst. Garanten für den Klassenerhalt sollten eigentlich die Profis Daniel Boticki und Brian Boxler sein. Doch beide enttäuschten bislang: Boticki verlor zuletzt sogar seinen Platz als Spielmacher wieder an Jannis Konstantinidis, weil er in entscheidenden Situationen schlichtweg die Nerven verlor. Boxler, ein 2,12 Meter großer und 115 Kilogramm schwerer Center, nahm sich zu oft durch schnelle Fouls selber aus dem Spiel, beteiligte sich zudem nur unwillig am Scoren. Noch aber fasst sich TuS-Manager Michael Dahmen in Geduld, will die Entwicklung der beiden Profis noch bis Weihnachten beobachten.

In Wolfenbüttel blieb das Duo zumindest cool: Als Jerry McNair zehn Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe vergab, sicherte sich Boxler den Rebound, passte weiter auf Konstantinidis, der den Ball sofort weiter auf Boticki leitete. Der fand nach einem Sprint übers halbe Feld Center Mathias Veit, dem eine Sekunde vor dem Ende die Siegpunkte gelangen. Jedoch: In Normalform sollten die Elephants auf den beiden "Ausländer"-Positionen besser besetzt sein. Außerdem haben John Bynum und besonders Whitney Harris nach dem eher schwächeren Auftritt gegen die Lions noch einiges gutzumachen. Besonders interessant dürfte das Duell am Brett zwischen Harris und Boxler sein: beide sind Linkshänder, beide sind spielende Center, die gerne auch mal auf die Flügel ausweichen.

Trotz der neuen Gesichter in Iserlohn können die Gastgeber die Elephants sicher kaum überraschen, denn Wilder ist wie vor jeder Partie ausgiebig in Klausur gegangen. Hatte er sich am vergangenen Samstag nach der Schlappe gegen Mönchengladbach noch in der Nacht das Match auf Video angesehen, so galt seine ganze Aufmerksamkeit unter der Woche dem Gastspiel bei den Kangaroos . Sein Fazit: "Wir wissen, wie Iserlohn spielen wird." Seinen "Laden" hat der Coach im Griff, auch Flügel Rafael Wilczek, der gegen die Lions wegen einer Virusinfektion noch gepasst hatte, ist wieder fit. Zudem glauben die "Elefan(t)s" offenbar fest an ihre Lieblinge. Der Fanbus war binnen weniger Tage komplett ausgebucht.

(NGZ)