In der Bezirksliga könnten am Wochenende erste Entscheidungen fallen.

Fußball : Dilbens träumt vom Sieg in seinem letzten Heimspiel

Bezirksligist FC Delhoven möchte seine schwarze Serie beenden – Gnadental und Grevenbroich im direkten Aufeinandertreffen.

Drei Spieltage vor Saisonende ist für die Fußball-Bezirksligisten aus dem Rhein-Kreis noch nichts entschieden. Kaarst und Dormagen können gegen ihre Düsseldorfer Gegner den Klassenerhalt perfekt machen. Uedesheim und Gnadental haben ebenfalls beste Chancen, sich aus dem zähen Kampf gegen den letzten Abstiegsrang zu verabschieden. Einzig Delhoven muss weiter dringend Punkte gegen die drohende Relegation sammeln.

SG Kaarst (9.)  – TV Kalkum (7.). Für Kaarsts Trainer Adrian Dilbens wird dieses Match ein ganz Besonderes werden. Es ist für ihn das letzte Heimspiel als Trainer der SG Kaarst und deswegen eine hochemotionale Angelegenheit. „Ich bin Kaarster durch und durch. Das wird schon eine ganz spezielle Geschichte“, blickt Dilbens voraus. Sportlich gesehen hat das Spiel jedoch auch eine Menge zu bieten, da mit Kaarst und Kalkum zwei der aktuell formstärksten Mannschaften der Liga aufeinandertreffen. „Wir wollen die beste Mannschaft aus dem Kreis Neuss werden. Ein Heimsieg wäre deswegen doppelt schön“, wünscht sich Dilbens.

DJK Sparta Bilk (6.) – TSV Bayer Dormagen (10.). Beim TSV ist die Luft seit mehreren Wochen raus. Die absurd katastrophale Personallage lässt im Moment einfach nicht mehr zu und lässt Trainer Frank Lambertz ratlos zurück: „Ergebnistechnisch ist das alles nur noch eine Wundertüte. Wir wollen die Saison einfach verletzungsfrei zu Ende spielen“. Zehn Mann stehen Lambertz im Idealfall zurzeit zur Verfügung. Das erklärt die lange Durststrecke von acht sieglosen Spielen in Folge zumindest ansatzweise.
TuS Grevenbroich (16.) – DJK Gnadental (12.). Im einzigen „Derby“ des Spieltags kann Gnadental den Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach bringen. „Mit einem Sieg sind wir durch“, weiß auch DJK-Vorsitz Johannes Schneider, dessen Mannschaft zuletzt nur eins ihrer acht Spiele verlor. Die bereits abgestiegenen Grevenbroicher sind seit vier Spielen ohne Punktgewinn und wollen mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern. „Die Jungs hätten sich das verdient, mal wieder Punkte einzufahren“, sagt TuS-Trainer Peter Vogel. Im Hinspiel konnte Gnadental einen ungefährdeten 4:1-Sieg feiern.

SV Uedesheim (13.) – FC Büderich (8.). Der SV Uedesheim hängt immer noch mit mindestens einem Bein im Abstiegskampf, hat aber die große Chance, sich im Heimspiel gegen Büderich endgültig aus diesem zu verabschieden. Zuletzt haben sich die Uedesheimer gegen Top-Gegner nicht für gute Leistungen und couragierte Auftritte belohnt. Da kommt Lieblingsgegner Büderich eventuell genau zur richtigen Zeit. Zwar lieferten die Gäste zuletzt konstant gute Leistungen ab, gegen die Grün-Weißen gelang ihn jedoch seit 2007 kein Pflichtspielsieg mehr. Ingmar Putz, Trainer des SV, hätte sicherlich nichts dagegen, wenn sein Team diese Serie fortsetzt.

TSV Eller 04 (4.) – FC Delhoven (14.). Beim FC Delhoven brennt der Baum weiterhin lichterloh und es ist auch keine Besserung in Sicht. Drei Spieltag vor Saisonende ist man weiterhin in Abstiegsnot. Das Einzige, was im Moment hoffen lässt, ist, dass Konkurrent Benrath, vor dem man ein Pünktchen Vorsprung hat, das Fußballspielen in den letzten Wochen gänzlich eingestellt hat. Neun Niederlagen in Folge toppen sogar Delhovens Negativwert von zuletzt acht sieglosen Spielen. Im Fernduell um den Klassenerhalt warten dieses Wochenende auf beide Mannschaften echte Kaliber: Während Benrath gegen den Tabellenführer ran muss, hofft Delhoven auf zumindest einen Punkt gegen den TSV Eller, der nur eins seiner letzten neun Spiele verlor. Hoffnung schöpfen kann der FC aus dem 2:0-Hinspielerfolg.

SC Teutonia Kleinenbroich (11.) – VfL Tönisberg (4.). Seit vergangener Woche befindet sich die Teutonia in Gruppe drei in sicheren Gefilden und kann die letzten Spiele entspannt angehen. Trainer Norbert Müller wünscht sich dennoch einen schönen Saisonabschluss: „Wir wollen nochmal so viele Punkte wie möglich sammeln“, fordert Müller, der mit seiner Mannschaft nach dem Aufstieg den Klassenerhalt schaffte.

Mehr von RP ONLINE