Schmerzliche 5:8-Play-off-Niederlage noch im Hinterkopf: Im Nachsitzen ins Halbfinale

Schmerzliche 5:8-Play-off-Niederlage noch im Hinterkopf : Im Nachsitzen ins Halbfinale

Von Dirk Sitterle Die Nachsitzer sind mächtig genervt. Vor dem dritten und entscheidenden Match gegen die Iserlohn Samurais Sonntag am frühen Abend (17 Uhr) in heimischer Halle an der Pestalozzistraße stellt Artur Drichel klar.

Von Dirk Sitterle Die Nachsitzer sind mächtig genervt. Vor dem dritten und entscheidenden Match gegen die Iserlohn Samurais Sonntag am frühen Abend (17 Uhr) in heimischer Halle an der Pestalozzistraße stellt Artur Drichel klar.

"Wir wollen die aus der Halle schießen!" Im Kopf hat der versierte Stürmer des Skaterhockey-Bundesligisten Crash Eagles Kaarst noch die schmerzliche 5:8-Play-off-Niederlage vom vergangenen Wochenende, als er und seine Kollegen im dritten Drittel (0:7!) noch eine 5:1-Führung herschenkten. Wegen dieser "mentalen Schwäche" (Drichel) müssen die Adler nun eben noch mal ran - weiter fehlt ein Sieg zum Sprung ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Der Gegner steht auch schon fest: HC Köln-West setzte sich in lediglich zwei Spielen überraschend problemlos gegen Nord-Meister Hannover durch.

Sympathisch macht den womöglich anstehenden Vergleich mit den Domstädtern vor allem die Tatsache, dass die Crash Eagles in einer eventuell notwendigen dritten Partie Heimrecht hätten. Weil dazu aber nun mal erst die Samurais aus dem Weg geräumt werden müssten, ist der Kaarster Trainer Ingo Kondla froh, dass der in Iserlohn vermisste Stürmer Tobias Nuth seine Verletzung auskuriert hat. Fehlen wird allerdings weiterhin Marcel Handrich, der schwer angeschlagen noch bis Ende des Jahres auf Eis liegt. Gefragt sein dürfte Sonntag in erster Linie Geduld. Schon der 8:2-Sieg im ersten Vergleich habe, so Eagles-Team-Manager Wolfgang Dietrich, deutlich gezeigt: "Je länger die Partie dauert, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Gegner wieder in seinen alten Fehler, undiszipliniert zu spielen, verfällt."

In Iserlohn fühlten sich die Gäste von den Schiedsrichtern nicht ausreichend geschützt. Dietrich erinnert an die Szene bereits in der zweiten Spielminute, "als Stürmer Dove nach einem Faustschlag nur eine fünfminütige Zeitstrafe erhielt". Letztlich gerieten die Eagles wohl nur deshalb auf die Verliererstraße, weil mit Michael Geiß auch einer der ihren für fünf Minuten auf die Bank musste. Dietrich: "Nur dieser Strafe war es zu verdanken, dass Iserlohn wieder ins Spiel zurückkam. Vorher war von den gefürchteten Stürmern der Sauerländer nicht allzu viel zu sehen gewesen." Ingo Kondla wäre es allerdings am liebsten, seine bis in die Haarspitzen motivierten Schützlinge würden gleich beide vorausgegangenen Begegnungen aus ihrem Gedächtnis streichen. Denn: "Nichts ist gewonnen, nicht ist verloren - es geht wieder von vorne los."

(NGZ)
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